Ich hatte eine Theorie. Dann kam die nächste Wendung
Wem kann man hier eigentlich noch glauben?
„Weil sie lügt“ hat mich vor allem deshalb gepackt, weil ich beim Lesen ständig das Gefühl hatte, einen Schritt hinter der Wahrheit zu stehen. Kaum hatte ich mir eine Theorie zurechtgelegt, kamen neue Hinweise dazu, die plötzlich wieder alles infrage gestellt haben. Genau dieses Miträtseln hat für mich einen großen Teil des Reizes ausgemacht, ohne dass die Geschichte dabei zu einem reinen Ratespiel geworden ist.
Besonders gelungen fand ich die unterschiedlichen Perspektiven. Dadurch bekommt man nicht einfach nur einen Fall präsentiert, sondern erlebt auch, wie unterschiedlich Menschen mit Verlust, Schuld, Misstrauen und ihren eigenen Geheimnissen umgehen. Die Figuren sind dabei nicht einfach in „gut“ und „böse“ einzuteilen. Gerade ihre Ecken und Widersprüche haben sie für mich glaubwürdiger gemacht.
Auch der Schreibstil hat mir gut gefallen. Die Kapitel lesen sich flüssig und die Geschichte kommt ohne unnötig komplizierte Sprache aus. Dadurch konnte ich mich schnell in die Handlung hineinfinden. Gleichzeitig schafft Caroline Seibt eine zunehmend beklemmende Atmosphäre, ohne dafür ständig große Effekte zu brauchen. Besonders die kurzen Kapitel und Perspektivwechsel haben bei mir dafür gesorgt, dass ich immer noch ein Kapitel weiterlesen wollte.
Das Cover gefällt mir ebenfalls. Die verwaschene Optik und die Farben passen für mich erstaunlich gut zu einer Geschichte, bei der vieles zunächst nicht so klar ist, wie es scheint. Es vermittelt eher ein Gefühl als eine konkrete Handlung – und genau das passt zum Buch.
Für mich war es außerdem interessant, eine Autorin zu entdecken, die mir vorher noch nicht bekannt war. Caroline Seibt ist bereits für „Das gestohlene Kind“ mit dem Glauser-Preis ausgezeichnet worden; „Weil sie lügt“ ist für mich jedenfalls ein guter Grund, ihre weiteren Bücher im Auge zu behalten.
Mein Fazit: „Weil sie lügt“ ist für mich ein Psychothriller, bei dem nicht nur die Frage „Was ist passiert?“ zählt, sondern vor allem auch „Wem kann ich eigentlich glauben?“. Wer gerne eigene Theorien aufstellt, Figuren hinterfragt und sich von neuen Hinweisen wieder aus dem Konzept bringen lässt, dem kann ich das Buch empfehlen. Für mich ein Thriller, bei dem sich das Miträtseln definitiv gelohnt hat.
„Weil sie lügt“ hat mich vor allem deshalb gepackt, weil ich beim Lesen ständig das Gefühl hatte, einen Schritt hinter der Wahrheit zu stehen. Kaum hatte ich mir eine Theorie zurechtgelegt, kamen neue Hinweise dazu, die plötzlich wieder alles infrage gestellt haben. Genau dieses Miträtseln hat für mich einen großen Teil des Reizes ausgemacht, ohne dass die Geschichte dabei zu einem reinen Ratespiel geworden ist.
Besonders gelungen fand ich die unterschiedlichen Perspektiven. Dadurch bekommt man nicht einfach nur einen Fall präsentiert, sondern erlebt auch, wie unterschiedlich Menschen mit Verlust, Schuld, Misstrauen und ihren eigenen Geheimnissen umgehen. Die Figuren sind dabei nicht einfach in „gut“ und „böse“ einzuteilen. Gerade ihre Ecken und Widersprüche haben sie für mich glaubwürdiger gemacht.
Auch der Schreibstil hat mir gut gefallen. Die Kapitel lesen sich flüssig und die Geschichte kommt ohne unnötig komplizierte Sprache aus. Dadurch konnte ich mich schnell in die Handlung hineinfinden. Gleichzeitig schafft Caroline Seibt eine zunehmend beklemmende Atmosphäre, ohne dafür ständig große Effekte zu brauchen. Besonders die kurzen Kapitel und Perspektivwechsel haben bei mir dafür gesorgt, dass ich immer noch ein Kapitel weiterlesen wollte.
Das Cover gefällt mir ebenfalls. Die verwaschene Optik und die Farben passen für mich erstaunlich gut zu einer Geschichte, bei der vieles zunächst nicht so klar ist, wie es scheint. Es vermittelt eher ein Gefühl als eine konkrete Handlung – und genau das passt zum Buch.
Für mich war es außerdem interessant, eine Autorin zu entdecken, die mir vorher noch nicht bekannt war. Caroline Seibt ist bereits für „Das gestohlene Kind“ mit dem Glauser-Preis ausgezeichnet worden; „Weil sie lügt“ ist für mich jedenfalls ein guter Grund, ihre weiteren Bücher im Auge zu behalten.
Mein Fazit: „Weil sie lügt“ ist für mich ein Psychothriller, bei dem nicht nur die Frage „Was ist passiert?“ zählt, sondern vor allem auch „Wem kann ich eigentlich glauben?“. Wer gerne eigene Theorien aufstellt, Figuren hinterfragt und sich von neuen Hinweisen wieder aus dem Konzept bringen lässt, dem kann ich das Buch empfehlen. Für mich ein Thriller, bei dem sich das Miträtseln definitiv gelohnt hat.