Spannend bis zur letzten Seite

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dannylovesreading Avatar

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Psychologisch dicht und voller unerwarteter Wendungen präsentiert sich der Psychothriller „Weil sie lügt“ von Caroline Siebt.

Annas Schwester Juli ist verschwunden. Ihr Vater ist als Verdächtiger im Gefängnis, die Mutter hat sich von ihrem psychischen Zusammenbruch nicht erholt und Anna kümmert sich um ihren kleinen Bruder Leo. Julis Verschwinden hat das Leben der gesamten Familie in den Abgrund gerissen. Sie befinden sich in einem permanenten Ausnahmezustand. Anna Verzweiflung, Überforderung und Trauer um die Schwester sind beinahe greifbar. Getrieben von der Hoffnung auf Antworten und dem Wunsch ihren Vater aus dem Gefängnis zu holen versucht sie herauszufinden, was mit Juli passiert ist.

Die Kapitel sind abwechselnd aus der Sicht von Anna und der ermittelnden Kommissarin Katharina geschrieben. Bei einem Perspektivwechsel enden die Kapitel jeweils mit einem Cliffhänger, der so spannend ist, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann.

Zahlreiche Plot-Twists lenken die LeserInnen immer wieder in unterschiedliche Richtungen. Mehr als einmal war ich überzeugt, das Rätsel um Julis Verschwinden gelöst zu haben, um nur wenige Seiten später meine Theorien wieder zu verwerfen. Caroline Seibt streut genau die richtigen Informationen ein, dass man glaubt, den Fall durchschaut zu haben – bis die nächste Wendung alles wieder infrage stellt.

Die Auflösung ist sehr spannende geschrieben, wirkt auf mich jedoch auch etwas konstruiert. An dieser Stelle liegt für mich die einzige kleine Schwäche des Thrillers.

Insgesamt habe ich mich bestens unterhalten gefühlt und empfehle diesen Thriller gerne weiter: 4 Sterne.