Spannung bis zur letzten Seite

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Das Cover von Caroline Seibts Roman „Weil sie lügt“ hat sofort meine Neugier geweckt und ich wurde mit einem atemberaubenden Thriller belohnt.
Annas Schwester Juli ist seit über einem Jahr spurlos verschwunden. Da die Polizei von einem Gewaltverbrechen ausgeht, sitzt ihr Vater bereits seit fünf Monaten in Untersuchungshaft, denn für die Ermittler ist er der einzige Verdächtige.
Als ein Mithäftling plötzlich das angebliche Geständnis des Vaters preisgibt, nimmt der Fall rasant an Fahrt auf. Aufgrund der detaillierten Schilderungen werden die Wohnung und der Keller der Familie erneut durchsucht und tatsächlich machen die Ermittler einen schockierenden Fund. Doch wem die entdeckten Leichenteile gehören, lässt sich zunächst nicht feststellen.
Die Handlung ist äußerst spannend aufgebaut. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, denn durch die wechselnden Perspektiven von Anna und der ermittelnden Kommissarin enden die Kapitel meist mit einem Cliffhanger, der zum Weiterlesen zwingt.
Neben der packenden Ermittlungsarbeit schildert die Autorin auch einfühlsam, welche Spuren ein solches Schicksal bei den Angehörigen hinterlässt und wie das Umfeld auf die Familie reagiert. Wie schnell Menschen vorverurteilt und abgestempelt werden, wird dabei eindrucksvoll deutlich.
Immer wieder sorgen geschickt platzierte Plot-Twists für neue Wendungen und steigern die Spannung zusätzlich. Mit dem Ende habe ich überhaupt nicht gerechnet, es hat mich völlig überrascht.
Die Geschichte wirkt auch nach dem Lesen noch lange nach. Von mir gibt es deshalb eine absolute Leseempfehlung!