Suche nach Juli

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kuddel Avatar

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Anna ist verzweifelt. Ihre Schwester Juli ist verschwunden, seitdem scheint die Welt aus den Angeln gehoben zu sein. Alle sind traurig, doch dies können sie gar nicht verarbeiten, denn die Polizei hält den Vater für schuldig. Während er monatelang im Gefängnis auf das Ende der Untersuchungen wartet, versinkt die labile Mutter immer mehr in ihren Depressionen. Der kleine Bruder braucht Halt und Betreuung, das findet er nur bei Anna, die zudem plötzlich Geld für die Familie verdienen muss. Die Familie wird öffentlich geächtet und ausgeschlossen, Anna will sich damit nicht abfinden und versucht den wahren Täter und auch ihre Schwester zu finden. Währenddessen rollt die Polizei den Fall noch einmal von Anfang an auf und nimmt auch Anna ins Visier.
Während Anna an vielen Fronten kämpft, erfahren wir auch viel über die Ermittlungsarbeit. Die Geschichte wird abwechselnd aus Annas Sicht und aus der der Polizistin Katharina erzählt. Diese Perspektivwechsel machen den Krimi spannend und unterhaltsam. Im Hörbuch lesen Rebecca Veil und Elke Appelt die Kapitel der Frauen im Wechsel vor. Beiden gelingt es sehr gut die unterschiedlichen Stimmungen zu transportieren.
Durch neue Figuren und ungeahnte Wendungen gibt es immer neue Verdachtsmomente und schließlich ein Finale, das überraschen kann.
Ich habe das kurzweilige Hörbuch sehr gerne gehört. Einen Punkt ziehe wegen des Endes ab, das zwar schlüssig aber doch etwas unwahrscheinlich wirkte. Der Spannung hat dies aber nicht geschadet.