Über ein starkes Mädchen, das gar nicht lügt
Manchmal rückte die Geschichte über die verschwundene Schwester Juli für mich manchmal in den Hintergrund und die Beschreibungen über die starke Anna, deren Vater als Hauptverdächtiger im Gefängnis sitzt, die sich um ihren kleinen Bruder kümmert, weil es ihrer depressiven Mutter nicht möglich ist; die - auch gesellschaftliche - Armut, in der die Kinder aufwachsen, war greifbar. Diese unendlich große Scham zu Gefühlen wie "Was sollen die Nachbarn denken" und Mobbing und Ausgrenzung waren unangenehm spürbar und haben das Buch für mich dadurch sehr authentisch gemacht.
Und trotz dieser Umstände schafft Anna es, an der Polizei vorbei zu denken, tiefer nachzubohren, Zusammenhänge zu finden und mehr aufzudecken als die eigentlich je vor hatte. Der Plotttwist zur Frage, wer am Ende wirklich lügt, war für mich sehr überraschend.
Und trotz dieser Umstände schafft Anna es, an der Polizei vorbei zu denken, tiefer nachzubohren, Zusammenhänge zu finden und mehr aufzudecken als die eigentlich je vor hatte. Der Plotttwist zur Frage, wer am Ende wirklich lügt, war für mich sehr überraschend.