Wenn eine Vermisstenakte nie wirklich abgeschlossen ist

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papa.hirsch.liest Avatar

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Worum geht es:

Anna lebt seit dem Verschwinden ihrer Schwester Juli mit einer tiefen Lücke in ihrem Leben. Nach einem Streit ist Juli plötzlich verschwunden und auch nach eineinhalb Jahren fehlt von ihr jede Spur. Der Verdacht fällt schnell auf den Vater, der seitdem im Gefängnis sitzt und mit dem Fall in Verbindung gebracht wird. Doch als ein Mithäftling behauptet, er habe ein Geständnis gehört und wisse sogar etwas über den möglichen Verbleib der Leiche, kommt neuer Schwung in die Ermittlungen. Der Fall wird erneut aufgerollt und für Anna, ihren kleinen Bruder und ihre psychisch angeschlagene Mutter beginnt der Albtraum von vorne.

Mein Eindruck:

Wenn ich ein Buch innerhalb von 24 Stunden durchlese, sagt das eigentlich schon alles. An Aufhören war kaum zu denken, selbst wenn die Müdigkeit irgendwann massiv eingesetzt hat. Dieses Buch liefert genau das, was ich mir von einem Thriller wünsche: eine fesselnde Grundidee, ständig dieses Gefühl von „bitte nicht“ in den schlimmsten Momenten und genug Wendungen, um immer wieder neu zu zweifeln. Gleichzeitig bleibt genug Raum zum Miträtseln und Mitfiebern, ohne dass es überladen wirkt oder zu chaotisch wird.
Besonders überzeugt hat mich, wie gut die Spannung aufgebaut wird und wie sehr man emotional in die Geschichte hineingezogen wird. Caroline zeigt hier deutlich, dass sie im Thriller-Genre absolut mithalten kann und sich nicht verstecken muss. Im Gegenteil: Dieses Buch spielt ganz oben mit.

Bewertung: 🦌🦌🦌🦌🦌