Wo ist Juli?

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Weil sie lügt von Caroline Seibt handelt von Anna, einer jungen Frau, deren Schwester Juli spurlos verschwunden ist. Die Polizei geht von einem Mord aus, aber da nie eine Leiche gefunden wurde, forscht Anna weiter und versucht zu verstehen, wer Juli das angetan hat.
Die Geschichte wird aus zwei Sichtweisen, jeweils in der Ich-Perspektive, erzählt: zum einen von Anna und zum anderen von der Polizistin Katharina, die den Fall um Juliane Brunner bearbeitet. Ich finde es immer klasse, wenn verschiedene (aber nicht zu viele) Perspektiven beschrieben wird. So entsteht mehr Spannung und man besitzt außerdem ein umfassenderes Bild.
Der Schreibstil hat ein ruhiges, flüssiges und sehr angenehmes Lesen ermöglicht und gleichzeitig sehr viel Spannung aufgebaut. Zudem konnte ich eine gute Verbindung zu den beiden Hauptfiguren aufbauen und mich in sie hineinversetzen. Während des Lesens, vor allem am Ende, gab es einige wirklich unvorhersehbare Plot Twists, was genial war.
Einen Punkt Abzug gibt es (leider) nur deshalb, weil sich die Geschichte bei ca. einem Drittel des Buches etwas gezogen hat und nicht wirklich viel passiert ist. Sobald diese Stelle überwunden war, ging es wieder rasant weiter.