Abgründe in der finnisch-schwedischen Grenzregion

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Bei diesem Buch handelt es sich um den Auftakt einer dreiteiligen Reihe, die im finnischen Lappland, nahe der Grenze zu Schweden spielt. Die Covergestaltung passt also sehr gut zum Schauplatz der Handlung und zur winterlichen Kälte dort.

Im Mittelpunkt dieses ersten Teils stehen sehr brutale Mordfälle. So wird ein junger Mann in der Nähe seines Elternhauses mit einer Nagelpistole getötet, nachdem er zuvor noch an einem Überfall auf seine Eltern beteiligt war, und eine junge Mutter wird in einem Einkaufszentrum gefoltert und brutal getötet. Auch mehrere junge Drogentote sind zu beklagen, weil ein sehr gefährlicher Stoff im Umlauf ist. Kommissarin Ronja Jentzsch von der grenzübergreifenden Ermittlungseinheit der finnischen Polizei, hat es auch privat nicht leicht, da ihre Mutter an Demenz erkrankt ist und die Pflege sie und ihren Bruder mehr und mehr überfordert.

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, aber sie ist keine allzu leichte Kost, da es sehr authentische Einblicke in die Drogenszene gibt und auch die Mordfälle ein gewisses Maß an Brutalität aufweisen. Die dünn besiedelte Gegend, in der alles spielt und auch die grenzübergreifende Zusammenarbeit von finnischer und schwedischer Polizei machten für mich einen zusätzlichen Reiz aus. Der Schreibstil war anschaulich und gut nachvollziehbar. Ich habe das Hörbuch angehört und war mit der Sprecherin sehr zufrieden, da man ihr gut zuhören konnte und die Vortragsweise zur Atmosphäre dieses skandinavischen Thrillers passte.