Brutal und nervenaufreibend

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annamagareta Avatar

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„Weißer Rausch“ ist der erste Band der Lappland-Trilogie der finnischen Autorin Anu Ojala.

Kommissarin Ronja Jentzsch gehört zu der grenzübergreifenden Ermittlungseinheit der finnischen Polizei. Abgesehen davon, dass sie gerade privat durch ihre demente Mutter sehr gefordert ist, muss sie grausame Verbrechen bearbeiten, deren Brutalität kaum vorstellbar ist. Außerdem ist eine neue Droge im Umlauf, deren Verbreitung schnellstens gestoppt werden muss, dann ist da noch eine neue Klinik, die nach außen hin ausgesprochen gut abgeschottet wird und der junge Familienvater Kristian, der immer wieder auftaucht.

Ich denke, es ist schon zu merken, dass hier einiges zusammenkommt, was zunächst nicht zusammenpasst oder keinen Zusammenhang hat. So ging es mir beim Lesen sehr lange. Es ereignet sich unglaublich viel, die Spannung steigt dabei stetig an und auch mein Entsetzen wurde immer größer. Das hat es mir fast unmöglich gemacht, das Buch aus der Hand zu legen. Ich wollte unbedingt, dass Ronja, ihr Partner Janne und ihre Kollegen den Fall lösen. Gleichzeitig sind die Charaktere so interessant, dass ich auch über sie gerne mehr erfahren wollte.
Ronja und Janne sind zwei sehr engagierte Ermittler, denen ich gerne bei ihrer Arbeit gefolgt bin.
Neben ihrem Fall ist da noch das Schicksal des Familienvaters Kristian, der unter häuslicher Gewalt seiner Frau leidet und dessen Schicksal mir sehr zu Herzen ging.
Da die Schilderungen zum Teil recht brutal sind, sich hier menschliche Abgründe auftun, ist das Buch nichts für schwache Nerven, aber für alle, die den Nervenkitzel lieben.

Ich habe bis zum Schluss gerätselt und war erleichtert als der vordergründige Fall gelöst war. Im Hintergrund brodelt es weiter und es bleiben Fragen offen, die mich nun gespannt auf den zweiten Band warten lassen, der allerdings leider erst für den Oktober 2027 angekündigt ist.