Düster, eiskalt und besonders spannend!

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mcpiedpiper Avatar

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"Weißer Rausch" ist ein sehr gelungener, spannender Krimi. Das Setting der Ermittlungen an der finnisch-schwedischen Grenze in Lapplands Winter hat mich besonders angesprochen. So werden wir mitgenommen in die Kälte der Landschaft aber auch in die Abgründe des Drogenmilieu.
Mir haben die ganz genauen Beschreibungen der Polizeiarbeit sehr gefallen, da ich mich dadurch einerseits näher dran gefühlt habe, andererseits die Ermittlungen auch realistischer erschienen. Anders als in manchen Krimis, in denen die Ermittler zum Beispiel mal einfach allein ohne jemandem Bescheid zu sagen in eine Wohnung eindringen, um künstlich Spannung aufzubauen, wird hier die Ermittlung stets mit Absprachen und auf dem Boden der Rechtsstaatlichkeit durchgeführt, was die Geschichte keineswegs weniger spannend macht.
Nach dem Klappentext war ich zunächst unsicher, ob mir der Thriller doch zu brutal sein könnte, es gelingt der Autorin aber, die für die Handlung notwendigen Geschehnisse zu beschreiben, ohne auf unnötige ausufernde Gewaltdarstellungen zurückzugreifen.
Das Ermittler-Team war mir gleich sympathisch und wir haben Ronja Jentzsch auch bei ihren privaten Sorgen begleitet, ohne dass das Privatleben der Ermittler zu sehr in den Vordergrund gerückt wäre.

Zusammengefasst also ein überaus gelungener Krimi, den ich auf jeden Fall weiterempfehlen kann. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil, wobei man dieses Buch auch durchaus nur als für sich allein stehendes Buch lesen kann.