Eher ein Bericht als ein Krimi

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carolaww Avatar

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Ich habe das Hörbuch und die Geschichte - von NetGalley zur Verfügung gestellt - hören wollen, weil mich die nordischen Länder und die Menschen dort interessieren. Lina Syren liest den Krimi. Er ist ganz anders als herkömmliche Kriminalliteratur: Man nimmt an allen Handlungen der Polizei teil, als ob man Beobachter wäre.
Die Polizei wird zu brutalen Morden gerufen, Bedrohungen für die Beamten passieren, und man ist immer mittendrin. Eine trübe schwarze Welt mit brutalen bzw. verwahrlosten Typen der finnischen und schwedischen Gesellschaft. Schwarz inmitten einer weißen Landschaft - nicht nur, weil es gerade Winter ist in Lappland.
Eine neue Amphetamin- und Rauschmittelwelle schwappt über diese Welt hinweg, und die Folgen sind erbarmungslos. Warum, weshalb? Da bleibt die Autorin uns Antworten schuldig. Es wird auch nicht aufgelöst, was die Ursachen für eine so sehr kaputte Ehe sein könnten, die der Zollbeamte führt.
Als genug Menschen gestorben sind, ist dann auch der Mörder dran, und durch gutes Timing wird noch das Schlimmste verhindert.
Als Rahmenhandlung wird die Familiengeschichte der Polizistin Ronja erzählt, deren Hintergründe sicher in den folgenden zwei Romanen noch ausgeführt werden.
Das Thema ist hochaktuell, und die Handlung des Romans lässt hoffen, dass es immer Menschen gibt, die die Probleme mit Enthusiasmus lösen. Der Stil des Krimis wird als Nordic Noir bezeichnet, aber ich möchte bei einem Krimi miträtseln und nicht schon vorher alles wissen. Das gefällt mir hier gar nicht.