Etwas zähflüssig

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luna66 Avatar

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Da ich skandinavische Thriller liebe, war ich sehr gespannt auf die Lektüre. Diesmal also eine finnische Autorin, mein erstes Buch von Anu Ojala. Positiv möchte ich anmerken dass die Aufmachung des Covers sehr ansprechend ist, sowohl was die Farbgestaltung als auch die Haptik betrifft. Ich habe das Buch gerne zur Hand genommen.
Der Inhalt konnte mich leider weniger überzeugen. Meiner Meinung nach handelt es sich hier auch nicht um einen „Thriller“ ( mit dieser etwas inflationär verwendeten Bezeichnung wird das Buch jedenfalls beworben), sondern schlicht und einfach um einen Krimi, der nicht einmal besonders spannend geraten ist. Leider! Die Story selbst ( es geht um Drogenschmuggel bzw. um Fentanyl ) ist wenig originell, die Protagonisten waren mir zu fade und uninteressant. Der Nebenstrang um die demenzkranke Mutter von Kommissarin Ronja wirkte irgendwie aufgesetzt und überflüssig. Bei der Lektüre hatte ich eher den Eindruck einem nüchternen Polizeibericht zu folgen statt einen Kriminalroman zu lesen, irgendwie fehlte mir da Dramatik. Auch wenn natürlich die Geschichte um Kristian und seine toxische Partnerschaft dramatisch und tragisch ist, wirkte diese auf mich eher befremdlich und unlogisch.
Sehr ärgerlich auch, dass der Fall nicht wirklich aufgelöst wird, das Buch endet mit einem Cliffhanger und einer Leseprobe aus dem nachfolgenden Band. Nein, danke!
2,5 Sterne von mir