Lappland für starke Nerven

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jille Avatar

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Nachdem ich ein riesen Fan von Skandi-Krimis bin, hat mich das Cover ( das sogar einen haptischen "Eis-Effekt" hat) und auch allgemein die gesamte Atmosphäre sofort gepackt. Aber ich muss auch gleich vorneweg schicken, dass gerade der Anfang echt nichts für schwache Nerven ist. Ich liebe zwar Thriller und Krimis jeglicher Art und würde auch sagen, dass ich schon einiges gelesen habe, aber hier ist schon nochmal eine ganz spezielle Art von Brutalität verarbeitet.
Aber nun zum Inhalt: Insbesondere zu Beginn hab ich bei all den verschiedenen Handlungssträngen echt einen Moment gebraucht um durchzublicken, aber je weiter die Geschichte voranschreitet, desto mehr Zusammenhänge ergeben sich und umso vielschichtiger und noch packender wird die Geschichte. Und ohne zu viel zu verraten, sind auch die Charakter super fesselnd gezeichnet. Ronja würde ich zwar eindeutig mal ein bisschen mehr Entspannung wünschen, weil diese Schlagzahl sowohl im Privaten als auch im Beruflichen als Ermittlerin kann echt nicht gesund sein, aber ansonsten ist sie als (eine der) Hauptfigur(en) echt gut getroffen. Mein Lieblingscharakter bzw. -Handlungsstrang ist aber der rund um Kristian und seine Tochter. Denn ich finde es ungemein wichtig, dass auch häusliche Gewalt gegenüber Männer und nicht wie so oft nur von Männer thematisiert wird.
Alles in allem ein sehr packender Auftakt einer Trilogie, der in seiner ( im Gegensatz zum Beginn fast schon etwas sehr kurzgehaltenen und "unspektakulären") Auflösung zwar einiges aufklärt, das große Ganze aber als Cliffhanger offen lässt.