Starkes Setting mit kleinen Längen in der Bürokratie
Vier Sterne – Guter skandinavischer Thriller mit atmosphärischen Abstrichen.
„Weißer Rausch“ von Anu Ojala wurde als großer Bestseller aus Finnland angekündigt und bringt viele Elemente mit, die man an Scandi-Noir schätzt: Die eisige, karge Kulisse des finnisch-schwedischen Grenzgebiets ist unglaublich greifbar und zieht einen direkt in die Kälte des Nordens.
Den Einstieg fand ich allerdings etwas mühsam. Der Fokus liegt sehr stark auf dem harten Drogenmilieu sowie auf detaillierten behördlichen Abläufen – also wer auf Amtsebene für welche Zuständigkeiten verantwortlich ist. Diese Passagen haben den Lesefluss für mich an einigen Stellen spürbar ausgebremst.
Demgegenüber steht die Auseinandersetzung mit dem Thema häusliche Gewalt, die Ojala in die Handlung einwebt. Diesen Aspekt fand ich enorm spannend und emotional greifbar erzählt – ein echter Pluspunkt, der dem Ganzen mehr Tiefe verleiht. Wer dranbleibt, wird trotz der bürokratischen Längen mit einer vielschichtigen Geschichte belohnt, die am Ende schlüssig aufgelöst wird.
Ein kleiner Kritikpunkt betrifft noch die äußere Gestaltung: Das Buch haptisch anzufassen ist dank der erhabenen, strukturierten Prägung wirklich toll und hochwertig verarbeitet. Allerdings passt das abgebildete idyllische Häuschen auf dem Cover meiner Meinung nach überhaupt nicht zu den harten Abgründen und der realistischen Thematik des Romans.
Dennoch: Für Fans von nordischer Spannung, die sich von bürokratischen Details nicht abschrecken lassen und vielschichtige Abgründe schätzen, ein solider und lesenswerter Reihenauftakt!
„Weißer Rausch“ von Anu Ojala wurde als großer Bestseller aus Finnland angekündigt und bringt viele Elemente mit, die man an Scandi-Noir schätzt: Die eisige, karge Kulisse des finnisch-schwedischen Grenzgebiets ist unglaublich greifbar und zieht einen direkt in die Kälte des Nordens.
Den Einstieg fand ich allerdings etwas mühsam. Der Fokus liegt sehr stark auf dem harten Drogenmilieu sowie auf detaillierten behördlichen Abläufen – also wer auf Amtsebene für welche Zuständigkeiten verantwortlich ist. Diese Passagen haben den Lesefluss für mich an einigen Stellen spürbar ausgebremst.
Demgegenüber steht die Auseinandersetzung mit dem Thema häusliche Gewalt, die Ojala in die Handlung einwebt. Diesen Aspekt fand ich enorm spannend und emotional greifbar erzählt – ein echter Pluspunkt, der dem Ganzen mehr Tiefe verleiht. Wer dranbleibt, wird trotz der bürokratischen Längen mit einer vielschichtigen Geschichte belohnt, die am Ende schlüssig aufgelöst wird.
Ein kleiner Kritikpunkt betrifft noch die äußere Gestaltung: Das Buch haptisch anzufassen ist dank der erhabenen, strukturierten Prägung wirklich toll und hochwertig verarbeitet. Allerdings passt das abgebildete idyllische Häuschen auf dem Cover meiner Meinung nach überhaupt nicht zu den harten Abgründen und der realistischen Thematik des Romans.
Dennoch: Für Fans von nordischer Spannung, die sich von bürokratischen Details nicht abschrecken lassen und vielschichtige Abgründe schätzen, ein solider und lesenswerter Reihenauftakt!