Zwischen Wasser und Wärme

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büchermaus1712 Avatar

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Das Cover mit der im Wasser treibenden Frau zieht einen sofort in seinen Bann – es wirkt poetisch und ein wenig melancholisch zugleich, genau wie die Leseprobe selbst. Eva Pramschüfer schreibt mit einer Leichtigkeit, die täuscht. Hinter den klaren, sinnlichen Sätzen steckt eine emotionale Tiefe, die einen überraschend schnell erwischt.
Der Schreibstil ist atmosphärisch dicht und sehr bildreich – ob das fluoreszierend blaue Poolwasser in der Dunkelheit, der Geruch von Chlor und Rosmarin oder die nassen Spuren auf den Fliesen, man ist sofort mittendrin in dem südfranzösischen Sommer. Besonders fasziniert hat mich Alma, die so glaubwürdig zwischen Sehnsucht, Stolz und Schmerz schwankt.
Die Rückblende über das erste Kennenlernen ist wunderschön erzählt und lässt erahnen, wie viel zwischen den beiden steckt. Erwartet einen eine zweite Chance oder ein endgültiger Abschied? Ich will unbedingt wissen, wie dieser weiße Sommer endet.