Atmosphärisch

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„Weißer Sommer“ von Eva Pramschüfer ist ein leiser, atmosphärischer Roman, der weniger von großen Ereignissen lebt als von Gefühlen und Zwischentönen. Die Geschichte begleitet Alma und Théo während eines gemeinsamen Sommers in Südfrankreich, wo sie versuchen herauszufinden, ob ihre Beziehung noch eine Zukunft hat. Dabei entsteht eine melancholische Stimmung, die sich langsam entfaltet und einen beim Lesen durch die Seiten trägt.

Besonders beeindruckend ist der poetische Schreibstil der Autorin. Eva Pramschüfer beschreibt Gedanken, Erinnerungen und kleine Alltagssituationen mit einer feinen Beobachtungsgabe, sodass selbst unscheinbare Momente Bedeutung bekommen. Gerade die stillen Gespräche, die unausgesprochenen Konflikte und das langsame Auseinanderdriften der Figuren wirken sehr authetisch.

Die Handlung selbst bleibt eher ruhig und entschleunigt, was gut zur Atmosphäre des Romans passt. Allerdings könnten die häufigen Perspektivwechsel und Zeitsprünge manche Leser:innen etwas aus dem Lesefluss bringen.

Trotzdem überzeugt „Weißer Sommer“. Ein sensibles, melancholisches Debüt, das besonders Leser:innen anspricht, die poetische und emotionale Literatur mögen.