atmosphärisch und fesselnd

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emirata Avatar

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Eva Pramschüfers Debüt überzeugt anfangs durch seine Sanftheit. Die Beziehung zwischen Alma und Théo wird zunächst vorsichtig, fast schon lyrisch eingeführt. Wichtige Ereignisse werden aufgelistet und langsam spinnt sich ein Bild, wie es zur Ausgangssituation kommen konnte: die beiden flüchten sich über den Sommer in ein Ferienhaus in Frankreich, um herauszufinden, wie es weitergehen soll.
Pramschüfer schafft es, die Protagonisten herzzerreißend vielschichtig zu illustrieren und beide Perspektiven einfließen zu lassen, sodass ein tiefgründiger Einblick in die Beziehungsdynamik möglich wird.
Sprachlich fasziniert mich der Stil unfassbar, da lyrische Vorsicht zunächst das Anfangsstadium zwischen Théo und Alma abbildet, während gegen Mitte bis Ende hin fragmenthafte Satzstücke übernehmen. Gleichzeitig schafft Pramschüfer etwas, was mir vorher gänzlich unbekannt war, durch die Perspektive des Hauses. Insgesamt ein wunderbares Debüt, was neugierig auf mehr von der Autorin macht!