Ein Buch, wie ein Gemälde
"Weißer Sommer" von Eva Pramschüfer ist ein Debüt, das viel zu bieten hat: große Gefühle, soziale Differenz und die alte Frage nach „richtige Person, falscher Zeitpunkt“. Und ja, das alles gelingt ihr sehr gut.
Im Zentrum steht die Sommerbeziehung zwischen Alma und Théo. Aus einer flüchtigen Urlaubsliebe wird schnell mehr, zumindest emotional. Alma kommt aus einem wohlhabenden, abgesicherten Umfeld; Geld ist für sie kein Faktor, eher Hintergrundrauschen. Théo hingegen ist Arbeiterkind, geprägt von anderen Selbstverständlichkeiten.
Genau hier liegt auch einer der zentralen Konflikte: die strukturellen Ungleichheiten.
Für Alma ist es kein Problem spontan ein Auslandssemester in Paris einzulegen, wohingegen Théo da schon genauer überlegen und v.a. rechnen muss.
Und während Alma ihre Jugend und alle Möglichkeiten gerne voll auskosten würde, hat Théo Schwierigkeiten bei diesem Tempo mitzuhalten.
Der Roman ist dabei aber kein Plot-getriebenes Werk mit viel Drama, sondern lebt sehr von der Stimmung, von Zwischentönen, von leisen Verschiebungen und der zentralen Frage: Wie viel gibst du (v.a. als junger Mensch) von dir selbst auf für eine Beziehung und was ist noch Kompromiss und ab wann wird es zum Opfer?
Erzählerisch ist der Roman auch sehr stark. Pramschüfer schreibt poetisch, bildhaft, fast schon malerisch, was gut passt, weil Alma als Künstlerin stark über Farben und Wahrnehmung definiert wird. Diese Motive ziehen sich konsequent durch den Text und erzeugen tatsächlich sogar bei mir Bilder im Kopf, was sonst nie der Fall ist!
Fazit: Der perfekte Sommerroman! Wer hier aber "big drama" erwartet, wird wohl eher enttäuscht sein. Wer allerdings auf leise Töne und ganz viel Gefühl steht, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen!
Im Zentrum steht die Sommerbeziehung zwischen Alma und Théo. Aus einer flüchtigen Urlaubsliebe wird schnell mehr, zumindest emotional. Alma kommt aus einem wohlhabenden, abgesicherten Umfeld; Geld ist für sie kein Faktor, eher Hintergrundrauschen. Théo hingegen ist Arbeiterkind, geprägt von anderen Selbstverständlichkeiten.
Genau hier liegt auch einer der zentralen Konflikte: die strukturellen Ungleichheiten.
Für Alma ist es kein Problem spontan ein Auslandssemester in Paris einzulegen, wohingegen Théo da schon genauer überlegen und v.a. rechnen muss.
Und während Alma ihre Jugend und alle Möglichkeiten gerne voll auskosten würde, hat Théo Schwierigkeiten bei diesem Tempo mitzuhalten.
Der Roman ist dabei aber kein Plot-getriebenes Werk mit viel Drama, sondern lebt sehr von der Stimmung, von Zwischentönen, von leisen Verschiebungen und der zentralen Frage: Wie viel gibst du (v.a. als junger Mensch) von dir selbst auf für eine Beziehung und was ist noch Kompromiss und ab wann wird es zum Opfer?
Erzählerisch ist der Roman auch sehr stark. Pramschüfer schreibt poetisch, bildhaft, fast schon malerisch, was gut passt, weil Alma als Künstlerin stark über Farben und Wahrnehmung definiert wird. Diese Motive ziehen sich konsequent durch den Text und erzeugen tatsächlich sogar bei mir Bilder im Kopf, was sonst nie der Fall ist!
Fazit: Der perfekte Sommerroman! Wer hier aber "big drama" erwartet, wird wohl eher enttäuscht sein. Wer allerdings auf leise Töne und ganz viel Gefühl steht, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen!