Ein Sommer, der alles entscheidet

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern
julirudi Avatar

Von

Der Roman Weißer Sommer von Eva Pramschüfer erzählt die Liebesgeschichte zwischen dem Franzosen Théo und der Deutschen Alma. Alma verbrachte ihre Sommer im Haus ihrer Großeltern bei Marseille. Dort begegnet sie Théo, der im Steinmetzbetrieb seines Vaters arbeitet – ausgerechnet in dem Moment, als ihre Familie nach dem Tod des Großvaters einen Grabstein aussucht. Zwischen den beiden entsteht sofort eine spürbare Anziehung.

Später zieht Théo zu Alma nach München, um zu studieren. Doch schnell wird deutlich, dass Liebe allein nicht ausreicht, um ihre Beziehung zu tragen. Ihre Beziehung zueinander wirkt dabei stellenweise fast kindlich, eher wie bei sehr jungen Menschen als bei einem Paar Mitte zwanzig.

Schließlich verabreden sich die beiden für einen weiteren Sommer im Haus von Almas Großeltern in Frankreich. Dort wollen sie herausfinden, ob es sich lohnt, an ihrer Beziehung festzuhalten oder ob sie sich besser trennen sollten. Die Versuche, einander näherzukommen und die entstandene Distanz zu überwinden, erscheinen jedoch zunehmend schwierig.

Besonders überzeugt hat mich der sprachliche Stil der Autorin. Auch wenn auf der Handlungsebene nicht viel passiert, gelingt es Pramschüfer, die Erinnerungen und die gemeinsame Vergangenheit der Protagonisten sehr anschaulich und atmosphärisch zu schildern.