Ein Sommer der Entscheidung

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leseratte1310 Avatar

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Alma und Théo lieben sich, aber dennoch steht etwas zwischen ihnen. Sie wollen herausfinden, ob ihre Beziehung noch eine Chance hat. Sie verbringen wie schon so oft zuvor den Sommer im Ferienhaus von Almas Familie in Frankreich und wollen dieses Haus erst verlassen, wenn sie sich sicher sind, ob sie zusammenbleiben oder sich trennen.
Der Schreibstil der Autorin Eva Pramschüfer ist bildhaft und poetisch und lässt sich angenehm lesen.
Wir erfahren aus wechselnden Perspektiven, wie sich die beiden kennenlernen und dass es sich wie die ganz große Liebe anfühlte. Doch das Leben und der Alltag zeigen, dass jeder für sich auch eigene Vorstellungen hat. Alma stammt aus einem wohlhabenden Elternhaus. Théos Mutter hat die Familie verlassen und so lebt Théo beim Vater und unterstützt ihn. Alma und Théo sind sehr unterschiedlich und so kommt es zunehmend zu Streitereien und Missverständnissen. Aber sie wollen ihre Liebe nicht einfach aufgeben, und ein Sommer in Frankreich soll Klarheit bringen, wie es mit ihnen weitergeht.
Die Gefühle der Protagonisten sind gut dargestellt und doch konnte ich mich leider nicht in Théo und Alma hineinfühlen. Vielleicht liegt es daran, dass ich nicht mehr so jung bin, vielleicht aber auch, weil ihr Umgang miteinander etwas distanziert war. Vieles, was die beiden beschäftigt, wird nicht ausgesprochen.
Die Geschichte verläuft eher ruhig mit einer melancholischen Atmosphäre. Mich hat dieses Buch leider nicht gepackt.