Poetisch

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Das Buch „Weißer Sommer“ von Eva Pramschüfer erzählt eine Liebesgeschichte zwischen der Kunststudentin Alma und dem Architekturstudenten Theo. Besonders auffällig ist der poetische Schreibstil. Das Buch ist regelrecht gespickt mit diversen stilistischen Mitteln. Der Fokus des Buches liegt auf dem Schreibstil und der Gefühlswelt der beiden Hauptfiguren.
Inhaltlich passiert nicht sehr viel, die Handlung plätschert vor sich hin. Stattdessen sinnieren Alma und Theo viel über ihre Gefühle, Gedanken und Empfindungen nach, aber auch über die Wirkung, die sie aufeinander haben. Das Buch erinnert mich an Haute Couture: Es ist weniger wichtig, was erzählt wird, sondern wie.
Man merkt, dass es sich um einen Debütroman handelt. Manche Stellen wirken noch nicht ganz ausgereift. Die Autorin konzentriert sich stark auf die Sprache, wodurch die Figuren teilweise nicht sehr realistisch und eher flach erscheinen. Vor allem mit Theo konnte ich mich nicht anfreunden. Seine Beschreibung wirkte auf mich nicht besonders glaubwürdig. Ich hatte oft das Gefühl, dass er eher ein künstliches Konstrukt als eine echte Person ist.
Leider bleiben die Figuren insgesamt etwas flach, auch wenn Alma der Autorin besser gelungen ist. Mein Fazit: Obwohl man den Schreibstil der Autorin bewundern kann, hat mich das Buch nicht wirklich abgeholt und eher gleichgültig zurückgelassen.