Herzzerreißend und ein wahnsinnig schöner Schreibstil
In ihrem Debütroman erzählt Eva Pramschüfer von Alma und Théo, die als Jugendliche zueinander finden und sich von niemandem so verstanden fühlen wie voneinander. Zwischen München und Marseille, zwischen Paris und Berlin, kämpfen sie damit, was das Erwachsenwerden für sie selbst, aber auch für ihre Beziehung bedeutet, die ihnen doch so lang als Fels in der Brandung erschien.
Lange habe ich keinen Roman mehr gelesen, dessen Charaktere so detailliert ausgearbeitet sind. Wir lernen Alma und Théo so intensiv kennen, dass ihr Charakter so schwer einzufangen ist wie der einer echten Person. Das wiederum macht den ganzen Roman vielschichtiger, weil die Geschichte sich nicht nur um den Stand der Beziehung, sondern im selben Maße um die persönliche Entwicklung der beiden Hauptcharaktere dreht.
Alma und Théo wirken so real, dass ich nicht überrascht wäre, an der Straßenecke in sie hineinzustolpern. Wie bei guten Freund*innen unterstütz man vielleicht nicht jede ihrer Entscheidungen – trotzdem kann man sowohl Almas als auch Théos Handlungen verstehen und fühlt auf beiden Seiten der Beziehung mit.
Ohne je eine Beziehung gehabt zu haben, glaube ich, dass Weisse Sommer Beziehung sehr gut porträtiert. Beziehungen und auch die Bindung zwischen Alma und Théo formen sich viele kleine Taten und Sätze und Dinge und nicht nur durch das ungreifbare Gefühl Liebe. Der Roman fängt die Zerrissenheit zwischen Selbstverwirklichung und Beziehung, zwischen sich zufriedengeben und sich nicht zufrieden geben wunderbar ein. Und die Bedeutung der ersten Liebe, mit der man durch das gemeinsame Aufwachsen auch dazu neigt, scheinbar untrennbar zusammenzuwachsen.
Es lohnt sich das Buch auch nur für die Sprache zu lesen, mehr brauche ich zum Schreibstil gar nicht sagen.
Seit der Ankündigung des Romans habe ich auf die Veröffentlichung hingefiebert. Meine Angst, dass meine Erwartungen zu hoch sind, war unbegründet, im Gegenteil, sie waren eigentlich noch zu niedrig. Mit „Weißer Sommer“ hat Eva Pramschüfer einen Sommerroman geschrieben, der so schön und so traurig zugleich ist. Und dessen Ausgang sich bis zum tatsächlichen Ende nicht erahnen lässt. Fühlt sich an wie ein lauer Spätsommerabend.
Lange habe ich keinen Roman mehr gelesen, dessen Charaktere so detailliert ausgearbeitet sind. Wir lernen Alma und Théo so intensiv kennen, dass ihr Charakter so schwer einzufangen ist wie der einer echten Person. Das wiederum macht den ganzen Roman vielschichtiger, weil die Geschichte sich nicht nur um den Stand der Beziehung, sondern im selben Maße um die persönliche Entwicklung der beiden Hauptcharaktere dreht.
Alma und Théo wirken so real, dass ich nicht überrascht wäre, an der Straßenecke in sie hineinzustolpern. Wie bei guten Freund*innen unterstütz man vielleicht nicht jede ihrer Entscheidungen – trotzdem kann man sowohl Almas als auch Théos Handlungen verstehen und fühlt auf beiden Seiten der Beziehung mit.
Ohne je eine Beziehung gehabt zu haben, glaube ich, dass Weisse Sommer Beziehung sehr gut porträtiert. Beziehungen und auch die Bindung zwischen Alma und Théo formen sich viele kleine Taten und Sätze und Dinge und nicht nur durch das ungreifbare Gefühl Liebe. Der Roman fängt die Zerrissenheit zwischen Selbstverwirklichung und Beziehung, zwischen sich zufriedengeben und sich nicht zufrieden geben wunderbar ein. Und die Bedeutung der ersten Liebe, mit der man durch das gemeinsame Aufwachsen auch dazu neigt, scheinbar untrennbar zusammenzuwachsen.
Es lohnt sich das Buch auch nur für die Sprache zu lesen, mehr brauche ich zum Schreibstil gar nicht sagen.
Seit der Ankündigung des Romans habe ich auf die Veröffentlichung hingefiebert. Meine Angst, dass meine Erwartungen zu hoch sind, war unbegründet, im Gegenteil, sie waren eigentlich noch zu niedrig. Mit „Weißer Sommer“ hat Eva Pramschüfer einen Sommerroman geschrieben, der so schön und so traurig zugleich ist. Und dessen Ausgang sich bis zum tatsächlichen Ende nicht erahnen lässt. Fühlt sich an wie ein lauer Spätsommerabend.