Ja, so ist das Leben...

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mike nelson Avatar

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Ja, so ist das Leben... und die Liebe. Menschen verlieben sich, führen eine Beziehung, die manchmal länger, manchmal aber auch kürzer andauert; Paare finden sich und Paare verlieren sich unterwegs; bleiben verloren beieinander oder trennen sich. "Weisser Sommer" von Eva Pramschüfer hat eine äußerst interessante und eigentlich auch vielversprechende Erzählkonstruktion. Alma und Théo verlieben sich ineinander. Im Verlaufe der Jahre ihrer Beziehung in den Zwanzigern beschäftigen sie die ganz normalen Fragen des Erwachsenwerdens: die individuelle beruflichen Zukunft (Théo ist gelernter Steinmetz, Alma malt), das Studium, ein mögliches Stipendium, Fragen der Freiheit bei gleichzeitigem Gebundensein, sich der Kunst zu widmen oder eine Familie zu gründen... und am Ende die Frage: Wollen wir noch ein Paar sein? Um dies Frage zu klären, verbringen die beiden Protagonisten eine Woche im Ferienhaus von Almas Eltern in Frankreich. Dieses Haus hat sie (Prolog) als Liebende kennen gelernt und hat im Roman auch das letzte Wort (Epilog). Das ist die Erzählklammer. Dazwischen, also im Verlauf der Geschichte, gibt es viele (v.a. im Hörbuch) verwirrende Zeitsprünge, mit dem Ziel, dem Leser die Geschichte der Beziehung erfahrbar zu machen und Alma und Théo bei ihrer (endgültigen) Beziehungsklärung zu begleiten. Dabei verliert sich die Autorin immer wieder in Erzählsträngen, die zwar verdeutlichen, wie die Herausforderungen im Leben von einigermaßen privilegierten Mitzwanzigern aussehen können, die aber nicht immer zum Fortgang der Handlung beitagen. Und ein 'poetischer Schreibstil' kann zuweilen auch ein Zuviel des Guten sein. Ein etwas bemühtes Werk.