toller Schreibstil, aber fehlende Emotionen
Ich war wirklich gespannt auf „Weißer Sommer“ von Eva Pramschüfer – allein schon wegen der vielen positiven Stimmen und der vielversprechenden Ausgangslage. Die Geschichte um Alma und Théo, die sich zwischen Liebe und Loslassen entscheiden müssen, klang nach einer intensiven, emotionalen Reise. Und tatsächlich: Der Roman begleitet die beiden durch einen letzten gemeinsamen Sommer in Frankreich, in dem sie herausfinden wollen, ob ihre Beziehung noch eine Zukunft hat oder ob es ehrlicher wäre, getrennte Wege zu gehen.
Was mir von Anfang an gefallen hat, war der Schreibstil. Pramschüfer hat eine sehr feine, fast poetische Sprache, die viele Szenen atmosphärisch dicht macht. Man merkt, wie viel Gefühl und Sprachbewusstsein in den Sätzen steckt – das liest sich oft wirklich schön.
Allerdings hatte ich zunehmend das Gefühl, dass genau dieser Fokus auf Sprache auf Kosten des Inhalts geht. Viel bleibt vage, angedeutet, zwischen den Zeilen – was grundsätzlich reizvoll sein kann, hier für mich aber eher dazu geführt hat, dass ich emotional nicht richtig andocken konnte.
Vor allem die Figuren sind mir leider fremd geblieben. Weder Alma noch Théo wurden für mich wirklich greifbar, sie wirkten oft distanziert und schwer zugänglich. Dadurch konnte ich auch das Knistern zwischen ihnen kaum spüren – ihre Verbindung blieb für mich eher behauptet als fühlbar. Das hat es mir schwer gemacht, mit ihrer Beziehung mitzufiebern oder wirklich zu verstehen, was sie aneinander hält.
Letztlich konnte ich zwar nachvollziehen, dass sie sich auseinanderleben – aber eher auf einer rationalen als auf einer emotionalen Ebene. Es hat mich nicht wirklich berührt, sondern eher beobachtend zurückgelassen.
Insgesamt ein stilistisch sehr schöner Roman mit einer interessanten Idee, der mich inhaltlich und emotional aber nicht ganz erreicht hat. 3 von 5 Sternen.
Was mir von Anfang an gefallen hat, war der Schreibstil. Pramschüfer hat eine sehr feine, fast poetische Sprache, die viele Szenen atmosphärisch dicht macht. Man merkt, wie viel Gefühl und Sprachbewusstsein in den Sätzen steckt – das liest sich oft wirklich schön.
Allerdings hatte ich zunehmend das Gefühl, dass genau dieser Fokus auf Sprache auf Kosten des Inhalts geht. Viel bleibt vage, angedeutet, zwischen den Zeilen – was grundsätzlich reizvoll sein kann, hier für mich aber eher dazu geführt hat, dass ich emotional nicht richtig andocken konnte.
Vor allem die Figuren sind mir leider fremd geblieben. Weder Alma noch Théo wurden für mich wirklich greifbar, sie wirkten oft distanziert und schwer zugänglich. Dadurch konnte ich auch das Knistern zwischen ihnen kaum spüren – ihre Verbindung blieb für mich eher behauptet als fühlbar. Das hat es mir schwer gemacht, mit ihrer Beziehung mitzufiebern oder wirklich zu verstehen, was sie aneinander hält.
Letztlich konnte ich zwar nachvollziehen, dass sie sich auseinanderleben – aber eher auf einer rationalen als auf einer emotionalen Ebene. Es hat mich nicht wirklich berührt, sondern eher beobachtend zurückgelassen.
Insgesamt ein stilistisch sehr schöner Roman mit einer interessanten Idee, der mich inhaltlich und emotional aber nicht ganz erreicht hat. 3 von 5 Sternen.