Überraschendes Highlight

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moongirl Avatar

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„Sie dachte daran, wie merkwürdig es war, jemandem zu erzählen, warum man eine Person liebte. Wie einsam es ist, jemanden zu lieben, weil niemand den Menschen genau so sieht wie du.“

Acht Tage. Acht Tage, um zu entscheiden, wie lange es sich lohnt, für eine Beziehung zu kämpfen und wann Loslassen vielleicht der ehrlichere Weg ist.

Ehrlicherweise habe ich Weißer Sommer nur gelesen, weil meine Mutter meinte, das wäre genau mein Geschmack und sie hatte mehr als recht. Dieses Buch hat mich sofort abgeholt. Sprachlich ist es wunderschön, ruhig und gleichzeitig unglaublich intensiv. Viele Sätze wollte ich mir markieren, weil sie so treffend und nah wirken. Besonders mochte ich, dass das Buch keine einfachen Antworten gibt. Stattdessen begleitet man die Figuren durch ihre Unsicherheiten, Hoffnungen und die schwierige Frage, ob Liebe allein manchmal überhaupt ausreicht. Und als Kunststudentin kann ich auch nicht ganz unparteiisch sein, ich hätte den Gesprächen von Théo und Alma über Kunst noch ewig folgen können.

Weißer Sommer ist für mich ein sensibles, kluges und sprachlich besonderes Buch, das noch lange nachhallt