Was bleibt, wenn wir uns verlieren?
Wäre „Weißer Sommer“ ein Gemälde, wäre es nicht nur weiß, es wäre auch schwarz, dunkle Nächte, Verzweiflung. Ein bisschen Siena für die Wärme, die Hoffnung. Indigo die Tränen, die ich vergossen habe.
Almas und Théos Geschichte beginnt für den Leser am Ende: eigentlich ist sie vorbei. Doch um die Beziehung zu retten, fahren die beiden zurück an den Ort, an dem alles begann. Zurück aufs französische Land, in das Haus von Almas Eltern, einen Sommer lang Zeit, festzuhalten an dem, was vielleicht schon lange weg ist.
In „Weißer Sommer“ geht es um Malerei, das hat Eva Pramschüfer sehr ernst genommen. Mit ihren Worten malt sie eine Szenerie, die so lebendig ist, dass man sie fühlen, schmecken, hören kann. Beim lesen wird mir zu warm, der Wind weht leicht durch meine Haare, salziger Geschmack im Mund. Die Hoffnung für Alma und Théo, auch die Hoffnung auf die eigene Liebe. Die Verzweiflung, was jetzt? Wer bin ich, wenn ich allein bin, wer bin ich ohne dich?
Alle Gefühlslage, die Alma und Théo erlebten, erlebte ich auch. Und das nicht nur, weil sie so bildhaft dargestellt wurden, sondern auch, weil sie sehr nachvollziehbar, sehr menschlich sind. Insbesondere für Menschen, die sich ebenfalls in ihren Zwanzigern befinden.
Auch das Cover, ein Gemälde, passt perfekt zu dem Inhalt des Buches, es ist genauso schön wie der Inhalt.
Weiterhin stellt "Weißer Sommer" die ganz fundamentale Frage, wer es sich eigentlich leisten kann, kreativ zu sein, wer das Privileg hat, Kunst zu machen. Wie nebenbei werden Privilegien entschlüsselt und die Kunst selbst wird wiederholt als Stilmittel eingesetzt, was die Geschichte nicht nur wunderschön poetisch, sondern auch greifbar macht. Théos und Almas Geschichte ist ein Mosaik aus all den Kleinigkeiten, die ihre Beziehung ausmachten: Hitze, Kunst, Klasse, Weggehen, Wiederkommen, Festhalten, Versuchung. Das Handy auf Almas Kissen, Ton an Théos Händen.
Ein Mosaik, das sich aus vielen zerbrochenen Teilen zusammensetzt. Ist es noch ein schönes Bild oder ist es inzwischen nur noch eine Zusammensetzung aus Bruchstücken?
Ein bisschen fühlt sich die Geschichte von Alma und Théo wie ein melancholisches Märchen an. Viele Doppelpunkte, viele Gedankenstriche und Semikola, Sätze, die hätten zu Ende sein können und es doch nicht waren. Evas Sprache ist eine wunderschöne Allegorie auf die Geschichte, die sie erzählt.
Almas und Théos Geschichte beginnt für den Leser am Ende: eigentlich ist sie vorbei. Doch um die Beziehung zu retten, fahren die beiden zurück an den Ort, an dem alles begann. Zurück aufs französische Land, in das Haus von Almas Eltern, einen Sommer lang Zeit, festzuhalten an dem, was vielleicht schon lange weg ist.
In „Weißer Sommer“ geht es um Malerei, das hat Eva Pramschüfer sehr ernst genommen. Mit ihren Worten malt sie eine Szenerie, die so lebendig ist, dass man sie fühlen, schmecken, hören kann. Beim lesen wird mir zu warm, der Wind weht leicht durch meine Haare, salziger Geschmack im Mund. Die Hoffnung für Alma und Théo, auch die Hoffnung auf die eigene Liebe. Die Verzweiflung, was jetzt? Wer bin ich, wenn ich allein bin, wer bin ich ohne dich?
Alle Gefühlslage, die Alma und Théo erlebten, erlebte ich auch. Und das nicht nur, weil sie so bildhaft dargestellt wurden, sondern auch, weil sie sehr nachvollziehbar, sehr menschlich sind. Insbesondere für Menschen, die sich ebenfalls in ihren Zwanzigern befinden.
Auch das Cover, ein Gemälde, passt perfekt zu dem Inhalt des Buches, es ist genauso schön wie der Inhalt.
Weiterhin stellt "Weißer Sommer" die ganz fundamentale Frage, wer es sich eigentlich leisten kann, kreativ zu sein, wer das Privileg hat, Kunst zu machen. Wie nebenbei werden Privilegien entschlüsselt und die Kunst selbst wird wiederholt als Stilmittel eingesetzt, was die Geschichte nicht nur wunderschön poetisch, sondern auch greifbar macht. Théos und Almas Geschichte ist ein Mosaik aus all den Kleinigkeiten, die ihre Beziehung ausmachten: Hitze, Kunst, Klasse, Weggehen, Wiederkommen, Festhalten, Versuchung. Das Handy auf Almas Kissen, Ton an Théos Händen.
Ein Mosaik, das sich aus vielen zerbrochenen Teilen zusammensetzt. Ist es noch ein schönes Bild oder ist es inzwischen nur noch eine Zusammensetzung aus Bruchstücken?
Ein bisschen fühlt sich die Geschichte von Alma und Théo wie ein melancholisches Märchen an. Viele Doppelpunkte, viele Gedankenstriche und Semikola, Sätze, die hätten zu Ende sein können und es doch nicht waren. Evas Sprache ist eine wunderschöne Allegorie auf die Geschichte, die sie erzählt.