Was vom Sommer bleibt

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"Weißer Sommer" überzeugt vor allem durch seine besondere Atmosphäre. Eva Pramschüfer erzeugt eine sommerlich leichte Stimmung, die gleichzeitig unterschwellig angespannt wirkt, als läge unter der Oberfläche ständig etwas Unausgesprochenes.

Im Zentrum steht die Beziehung von Theo und Alma, deren Nähe und Distanz fein austariert erzählt wird. Die Figuren wirken glaubwürdig und werden vor allem über kleine Beobachtungen und Zwischentöne greifbar, die sich langsam entfalten und der Geschichte Tiefe geben.

Die Handlung bleibt dabei eher ruhig und zurückhaltend, was zur Stimmung passt, aber stellenweise das Tempo etwas ausbremst. Trotzdem entsteht ein stimmiges Gesamtbild, das stark von Atmosphäre und emotionalen Nuancen getragen wird.

Weißer Sommer ist ein leiser, stimmungsvoller Roman mit feinem Gespür für Zwischentöne, der vor allem durch seine Atmosphäre nachhallt.