Zweite Chance?
Den ersten Teil des Romans würde ich am liebsten mit „Distanzen, wohin ich sehe“ übertiteln. Es friert mich fast. Jede Person steht ganz allein für sich da, mit viel Abstand rings um sich: in der Vergangenheit Eltern zu ihren Kindern, Almas Großvater zur Familie sowie Théo zu seinem Vater, aktuell die beiden Protagonisten.
Verbundenheit zeigt sich noch am ehesten zur längst verstorbenen Großmutter, die zwischen dem allzu strengen, narzißtischen Großvater (ein bis ins Mark korrekter Jurist) und der Familie zu vermitteln versucht hatte.
Beim Anlass seines Todes sehen sich Alma und Théo zum ersten Mal. Jahre später sind sie im südfranzösischen Haus von Almas verstorbenen Großeltern wieder beisammen, acht Tage lang. Zwar sind sie miteinander in der Zwischenzeit eine Liebesbeziehung eingegangen, doch die hat sich zerschlagen. Sie lieben sich noch, und doch tauchen grundlegende Fragen auf. Was spricht für eine Trennung, was für ein erneutes Bemühen um das vorherige Glück? Ist eine Investition in eine gemeinsame Zukunft zum Scheitern verurteilt, oder könnte ihre Liebe wie Phönix aus der Asche neu auferstehen? Fürs erste sind die beiden jungen Menschen allein im Haus, auf Abstand bedacht, vorsichtig alles hinterfragend.
Erst allmählich konnte ich mein anfängliches Frieren ablegen und bin mit dem Kennenlernen der näheren Umstände ihres Annäherns und Auseinanderdriftens zusehends aufgetaut. Abwechselnd wird aus Almas und Théos Sicht erzählt. Beide studieren (sie Kunst, er Architektur) und sind sehr sensibel, aber auch introvertiert, sodass es leider an klärender Kommunikation zwischen ihnen fehlt. Manchmal hätte ich am liebsten helfend eingegriffen, denn der Liebe muss doch geholfen werden, wenn sie schon einmal da ist. Aber daneben muss ich nun am Schluß der Lektüre sagen: Vom einen oder anderen hätte ich schon mehr gewusst, um noch besser zu verstehen. Dass die Autorin genauer auf die Personen eingeht, sie noch mehr herausmodelliert, ihnen die eine oder andere Ecke und Kante mehr gibt, mehr Vertiefungen. So ist Eva Pramschüfer für meinen Geschmack ein wenig zu sehr an der Oberfläche geschwommen, um das Coverbild mit einzubeziehen.
Dennoch, ein gelungenes Debut. Von dieser Autorin möchte ich gerne mehr lesen.
Verbundenheit zeigt sich noch am ehesten zur längst verstorbenen Großmutter, die zwischen dem allzu strengen, narzißtischen Großvater (ein bis ins Mark korrekter Jurist) und der Familie zu vermitteln versucht hatte.
Beim Anlass seines Todes sehen sich Alma und Théo zum ersten Mal. Jahre später sind sie im südfranzösischen Haus von Almas verstorbenen Großeltern wieder beisammen, acht Tage lang. Zwar sind sie miteinander in der Zwischenzeit eine Liebesbeziehung eingegangen, doch die hat sich zerschlagen. Sie lieben sich noch, und doch tauchen grundlegende Fragen auf. Was spricht für eine Trennung, was für ein erneutes Bemühen um das vorherige Glück? Ist eine Investition in eine gemeinsame Zukunft zum Scheitern verurteilt, oder könnte ihre Liebe wie Phönix aus der Asche neu auferstehen? Fürs erste sind die beiden jungen Menschen allein im Haus, auf Abstand bedacht, vorsichtig alles hinterfragend.
Erst allmählich konnte ich mein anfängliches Frieren ablegen und bin mit dem Kennenlernen der näheren Umstände ihres Annäherns und Auseinanderdriftens zusehends aufgetaut. Abwechselnd wird aus Almas und Théos Sicht erzählt. Beide studieren (sie Kunst, er Architektur) und sind sehr sensibel, aber auch introvertiert, sodass es leider an klärender Kommunikation zwischen ihnen fehlt. Manchmal hätte ich am liebsten helfend eingegriffen, denn der Liebe muss doch geholfen werden, wenn sie schon einmal da ist. Aber daneben muss ich nun am Schluß der Lektüre sagen: Vom einen oder anderen hätte ich schon mehr gewusst, um noch besser zu verstehen. Dass die Autorin genauer auf die Personen eingeht, sie noch mehr herausmodelliert, ihnen die eine oder andere Ecke und Kante mehr gibt, mehr Vertiefungen. So ist Eva Pramschüfer für meinen Geschmack ein wenig zu sehr an der Oberfläche geschwommen, um das Coverbild mit einzubeziehen.
Dennoch, ein gelungenes Debut. Von dieser Autorin möchte ich gerne mehr lesen.