Ein ganz neues Leben.

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fönbo Avatar

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Patrick Charnleys Roman "Weiterleben" beginnt mit einem tiefen Einblick in das Seelenleben des Protagonisten Jago nach seinem klinischen Tod.

Beeindruckend ist die feinfühlige Art und Weise, wie der Autor das Thema der zweiten Chance im Leben anpackt.

Der Schreibstil wirkt angenehm unaufgeregt und verzichtet bewusst auf künstliche Dramatisierung oder Effekthascherei. Stattdessen setzt Charnley auf eine dichte Atmosphäre, die die raue und zugleich beruhigende Landschaft Cornwalls lebendig macht. Man spürt förmlich den Wind und die Einsamkeit auf dem abgelegenen Bauernhof, der als Zufluchtsort dient.

Die Figurenzeichnung wirkt bereits auf diesen wenigen Seiten erstaunlich tiefgründig und psychologisch fundiert. Jagos innere Zerrissenheit und seine Suche nach Halt werden für die Leserin / den Leser emotional absolut nachvollziehbar transportiert.

Auch die leisen Zwischentöne und die ungesagten Dinge zwischen den Charakteren erzeugen eine greifbare Spannung. Es wird schnell klar, dass dieses Buch keine oberflächliche Unterhaltung, sondern eine tiefgründige Erzählung bietet.

Die Mischung aus Melancholie und subtiler Hoffnung verleiht der Leseprobe eine ganz besondere, eigene Note. Nach dem Lesen bleibt das dringende Bedürfnis zurück, sofort zu erfahren, wie Jago seinen Weg meistert.

Der Text wirft existenzielle Fragen auf, die noch lange im Kopf des Lesers nachhallen.