Ein wunderschönes Cover, doch der Funke sprang nicht über

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Schon beim ersten Blick auf das Cover war ich neugierig. Die Gestaltung strahlt eine besondere Ruhe aus und vermittelt für mich genau das, was ich mit der Geschichte verbinde: einen Neuanfang, das Innehalten und die Chance auf ein zweites Leben. Die Landschaft wirkt friedlich und fast zeitlos. Sie hat sofort meine Aufmerksamkeit geweckt und mich erwarten lassen, dass mich eine entschleunigte, atmosphärische Geschichte an die Küste Cornwalls entführt.

Auch der Klappentext hat mich sehr angesprochen. Jagos Schicksal nach seinem Nahtoderlebnis klingt ungewöhnlich und berührend. Ein Mann, der nach einer so einschneidenden Erfahrung versucht, sich Stück für Stück wieder im Leben zurechtzufinden, bietet viel Raum für leise, tiefgründige Momente. Gerade das einfache Leben auf dem Hof seines Onkels, fernab von Hektik und modernen Ablenkungen, klang nach einer Geschichte, die von der Kraft der Natur und der Suche nach einem neuen Gleichgewicht erzählt.

Leider konnte mich die Leseprobe selbst nicht erreichen. Obwohl mich die Grundidee weiterhin interessiert hat, bin ich mit dem Schreibstil nicht warm geworden und habe die Leseprobe schließlich nicht zu Ende gelesen.

Die Sätze wirkten auf mich oft sehr kurz und abgehackt. Dadurch entstand für mich kein ruhiger Lesefluss. Statt in die Geschichte hineingezogen zu werden, bin ich immer wieder ins Stocken geraten. Ich mag Texte, die fließen und eine gewisse Gelassenheit ausstrahlen, gerade bei einer Geschichte, die so eng mit Natur, Stille und einem langsamen Neubeginn verbunden ist. Hier hatte ich das Gefühl, dass der Stil mich eher auf Distanz hält.

Mir ist bewusst, dass genau diese Art zu schreiben wahrscheinlich bewusst gewählt wurde. Sie könnte Jagos Wahrnehmung widerspiegeln und zeigen, wie sehr sich sein Denken nach dem Ereignis verändert hat. Das finde ich als erzählerischen Ansatz durchaus nachvollziehbar. Trotzdem hat es für mich persönlich nicht funktioniert. Ich habe mich beim Lesen nicht wohlgefühlt und konnte keine Verbindung zur Geschichte aufbauen.

Natürlich ist das nur mein ganz persönlicher Eindruck. Andere Leserinnen und Leser konnten diese besondere Erzählweise schätzen und sie als passend zur Hauptfigur empfinden. Für mich war sie jedoch eher ein Hindernis als eine Einladung, weiterzulesen.

Schade, denn Cover und Klappentext haben in mir große Neugier geweckt. Sie versprechen eine ruhige, besondere Geschichte über das Weiterleben nach einem schweren Einschnitt. Die Leseprobe konnte dieses Gefühl für mich leider nicht einlösen. Deshalb werde ich dieses Buch vermutlich nicht weiterlesen, auch wenn ich die Idee dahinter nach wie vor sehr interessant finde.