Das Leben lernen

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Das Buch Weiterleben von Patrick Charnley hat mich unerwartet tief beeindruckt und berührt. Es erzählt von Jago Trevarno, der nach einem Herzstillstand sein Leben völlig neu leben muss. Er muss lernen, mit den Einschränkungen dieser Krankheit zurechtzukommen. Auf Besserung zu hoffen und doch den jetzigen Zustand zu akzeptieren. Dieses einschneidende Ereignis führt dazu, dass er bei seinem Onkel Jacob in einer einfachen Hütte am Meer ein zurückgezogenes, aufs wesentliche besinnte Leben führt. Dort versucht er jetzt, wieder zu lernen seinen Alltag zu führen. Er ist ständig begleitet von Müdigkeit und Erschöpfung, kann sich kaum konzentrieren oder etwas merken. Man hat den Eindruck, im Laufe des Buches bessert sich sein Zustand etwas und das gibt Hoffnung. Alles in allem ist das meiner Meinung nach das zentrale Thema des Romans: Hoffnung. Trotz all der Widrigkeiten nicht aufzugeben, weiterzumachen und dem Leben das Schöne abzuringen. Zufriedenheit mit seiner Situation.
Hinzu kommt, dass dieses ruhige Leben bedroht wird von Bill Sligo, der Nachbar, der Unheil im Schilde führt. Gegen Ende fand ich das Buch unerwartet spannend und habe sehr mit Jago mitgefiebert.
Dieses Buch basiert auf den Erfahrungen des Autors, der genau mit dieser Krankheit selbst lebt. Gerade deshalb fand ich den Einblick so interessant und authentisch. Er hat es geschafft, Mitgefühl und Verständnis zu wecken.
Dieses Buch mit dem wundervollen Cover aus dem Dumont Verlag ist eine großartige Lektüre. Ein ruhiges, anregendes Buch, das ein warmes Gefühl hinterlässt.