Ein besonderer Roman über einen Neuanfang

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petral. Avatar

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„Weiterleben“ von Patrick Charnley ist ein Roman, der mich vor allem durch seine ruhige und besondere Erzählweise berührt hat.
Jago Trevarno war vierzig Minuten klinisch tot. Seitdem ist sein Leben völlig verändert. Er kann Reize nicht mehr so gut verarbeiten, ist schnell überfordert und lebt ganz bewusst von einem Moment zum nächsten.

Auf dem Hof seines Onkels Jacob in Cornwall findet Jago langsam wieder Halt. Die Einfachheit des Lebens, die Arbeit mit den Tieren und der Rhythmus der Natur tun ihm gut.
Besonders gefallen hat mir, dass seine Entwicklung nicht plötzlich oder spektakulär erzählt wird. Es sind die kleinen Dinge des Alltags, die ihm Schritt für Schritt wieder Sicherheit geben.
Die Atmosphäre auf dem Hof und in der cornischen Landschaft konnte ich mir beim Lesen sehr gut vorstellen. Gleichzeitig sorgt der Konflikt mit Bill Sligo dafür, dass die Geschichte neben der ruhigen, nachdenklichen Seite auch Spannung bekommt.

Was mich besonders beeindruckt hat: Patrick Charnley verarbeitet in seinem Roman auch eigene Erfahrungen, denn er selbst hat einen Herzstillstand überlebt und das Buch während seiner Genesung geschrieben.
Dieses Wissen hat für mich Jagos Geschichte noch eindringlicher gemacht.
„Weiterleben“ ist eine leise, einfühlsame Geschichte über Verlust, Veränderung und einen ganz neuen Anfang. Ein Buch, das daran erinnert, dass man nicht wieder der Mensch von früher werden muss, um ein gutes Leben führen zu können.

Für mich eine wunderschöne und besondere Geschichte, die noch eine Weile nachwirkt.