Ein Protagonist mit Beeinträchtigungen, der sich schnell ins Herz der Leser*innen kämpft
"Gemeine Menschen sind wie Feuer, sie brauchen Brennstoff, um zu existieren, und den geben wir ihm nicht." (S. 222)
Nach einem vierzigminütigen Herzstillstand kämpft sich Jago zurück ins Leben. Er ist zu seinem Onkel Jacob nach Cornwall an die Küste gezogen, da seine Mutter bereits verstorben ist. Alleine leben kann er mit seinen 20 Jahren nicht, denn sein Gehirn wurde durch den Sauerstoffmangel geschädigt. Er vergisst wichtige Dinge, beispielsweise die Herdplatte wieder auszustellen, leidet unter starker Fatigue und hat auch Probleme mit dem Sehen.
Doch bei Jacob hat er ein gutes Leben - die beiden kommen ohne moderne Technik auf ihrer kleinen Farm aus. Jago geht gerne mit Pferd Connor ausreiten und besucht Granny Carne, eine alte Frau in der Nachbarschaft. Diese heilsame Idylle gerät jedoch in Gefahr, als der Nachbar Bill Sligo um Jacobs Grundstück schleicht und Jago beschließt, der Sache auf den Grund zu gehen.
Das ist so ein Buch fürs Herz! Ich war schon vom Cover hin und weg, und Jago hat mit seiner so ehrlichen und liebenswerten Art mein Herz erobert. Er schildert seine Beeinträchtigungen im Alltag so authentisch, was nicht verwunderlich ist, da der Autor selbst einen Herzstillstand erlitten hat. (Im bewegenden Nachwort dankt er allen, die sein Leben gerettet haben.)
Ich mochte das Farmsetting, ich mochte die Pferde und vor allem mochte ich die Charaktere. Jago, Jacob und Granny Carne sind so liebe Menschen! Das Buch war einfach eine 285-seitige Umarmung. Besonders toll fand ich auch die eingewobene Detektivgeschichte, in der sich Jago in die Ermittlungen rund um den zwielichtigen Nachbar stürzt. Es gibt keine Wunderheilung für ihn und so sind die Ermittlungen mit großen Hürden verbunden. Die Welt braucht mehr Protagonisten wie Jago! Helden mit Beeinträchtigungen, die nur versuchen, ein friedvolles, glückliches Leben zu führen.
Für mich war dieses Buch ein absolutes Jahreshighlight und ich empfehle es von ganzem Herzen weiter.
5/5 Sterne
Gefühlvoll übersetzt von Michaela Grabinger
Nach einem vierzigminütigen Herzstillstand kämpft sich Jago zurück ins Leben. Er ist zu seinem Onkel Jacob nach Cornwall an die Küste gezogen, da seine Mutter bereits verstorben ist. Alleine leben kann er mit seinen 20 Jahren nicht, denn sein Gehirn wurde durch den Sauerstoffmangel geschädigt. Er vergisst wichtige Dinge, beispielsweise die Herdplatte wieder auszustellen, leidet unter starker Fatigue und hat auch Probleme mit dem Sehen.
Doch bei Jacob hat er ein gutes Leben - die beiden kommen ohne moderne Technik auf ihrer kleinen Farm aus. Jago geht gerne mit Pferd Connor ausreiten und besucht Granny Carne, eine alte Frau in der Nachbarschaft. Diese heilsame Idylle gerät jedoch in Gefahr, als der Nachbar Bill Sligo um Jacobs Grundstück schleicht und Jago beschließt, der Sache auf den Grund zu gehen.
Das ist so ein Buch fürs Herz! Ich war schon vom Cover hin und weg, und Jago hat mit seiner so ehrlichen und liebenswerten Art mein Herz erobert. Er schildert seine Beeinträchtigungen im Alltag so authentisch, was nicht verwunderlich ist, da der Autor selbst einen Herzstillstand erlitten hat. (Im bewegenden Nachwort dankt er allen, die sein Leben gerettet haben.)
Ich mochte das Farmsetting, ich mochte die Pferde und vor allem mochte ich die Charaktere. Jago, Jacob und Granny Carne sind so liebe Menschen! Das Buch war einfach eine 285-seitige Umarmung. Besonders toll fand ich auch die eingewobene Detektivgeschichte, in der sich Jago in die Ermittlungen rund um den zwielichtigen Nachbar stürzt. Es gibt keine Wunderheilung für ihn und so sind die Ermittlungen mit großen Hürden verbunden. Die Welt braucht mehr Protagonisten wie Jago! Helden mit Beeinträchtigungen, die nur versuchen, ein friedvolles, glückliches Leben zu führen.
Für mich war dieses Buch ein absolutes Jahreshighlight und ich empfehle es von ganzem Herzen weiter.
5/5 Sterne
Gefühlvoll übersetzt von Michaela Grabinger