Ein ruhiger und berührender Roman
Weiterleben aus dem Dumont Verlag ist eine Hardcoverausgabe mit einem roten Seidenlesebändchen. Das Cover ist ein echter Hingucker: eine malerische einsame Landschaft, ein Haus am Wasser. Die Farbwahl ist sehr treffend. Der Klappentext macht den Leser neugierig auf die Geschichte, die 288 Seiten beinhaltet.
Jago war 40 Minuten klinisch tot. Es ist zu diesem Vorfall gekommen, bevor er an seinem Herzklappenfehler operiert war. Er lag im Koma und hat überlebt. Nur ist sein Leben jetzt ganz anders als vorher, aber er ist dankbar. Er ist schnell überfordert, lebt maximal im Augenblick, weil es nicht anders geht. Jago braucht einen festen und geregelten Tagesablauf. Sein Onkel Jakob nimmt ihn auf seinen Hof, wo Jago seine Rehabilitation fortführen kann. Der Hof steht an der Küste in Cornwall. Dort versucht Jago, die Teile seines Lebens wieder zusammenzusetzen. Beide leben minimalistisch, kein Strom, Tiere, ein Garten. Die Zeit wird gefüllt mit vielen Aufgaben, Jago ist eine gute Hilfe für Jakob. Jago kennt so vieles nicht: Öllampen weil kein Licht da ist, Butter selbst machen, Brot selbst backen, Kühe melken und pflegen, die Rinder auf die Weide schicken, im Garten viel Gemüse anpflanzen, danach ernten, als Selbstversorger verarbeiten, teils am Markt verkaufen, Handwerken, Reparieren, es wird nie langweilig auf diesem Hof. Die Sonnenaufgänge, das Meer, der Rhythmus der Natur, alles trägt dazu bei, dass Jago sich wieder erholt. Bill Sligo macht seinen Onkel das Leben allerdings schwer und bringt viel Ärger mit sich. Jago möchte ihn in seinem Tun stoppen, um zu bewahren, was er und sein Onkel
noch haben, einen Ort zum Weiterleben. Wird es ihm gelingen, bringt er soviel Mut und Kraft mit sich? Ist er dafür schon bereit? Reize von außen, die unterschiedlicher nicht sein können, bereichern Jagos Leben, ist er wieder für so viel bereit? Seine ehemalige Freundin ist wieder da, möchte die Vergangenheit ruhen lassen und vielleicht neu beginnen. Nachbarn, Großstädte, der Onkel selbst berieseln Jago mit so vielen Ereignissen von damals. Jago ist nicht immer damit glücklich, aber er versucht das Beste daraus zu machen. Mit seinen Gefühlen, besonders was die Liebe angeht, gehen die beiden langsam um, antasten ist angesagt, alles ist neu für ihn, deshalb sind beide vorsichtig und behutsam. Sie wollen nichts überstürzen, sie wollen das retten, was damals verloren gegangen ist.
Es werden viele Themen angesprochen: Familie, Liebe, Freundschaft, Gemeinschaft, Verlust, Veränderung, Neuanfang, neue Ziele im Alltag. Es ist nicht immer einfach für Jago, aber er macht das Beste daraus. Der Schreibstil ist leicht, locker, flüssig und spannend. Die Geschichte liest sich dadurch gut, auch, wenn es immer wieder Momente gibt, die einen Innehalten lassen und zum Nachdenken und Reflektieren einladen. Die Kapitel sind nicht zu lang und beim Lesen kommt keine Langeweile auf, weil immer wieder etwas Neues passiert. Die Charaktere fand ich sympathisch, sie gewinnen im Laufe der Geschichte an Kraft und Stärke und wirken sehr authentisch. Das Setting an der Küste in Cornwall sowie die Einblicke in das Leben auf einem Hof fand ich sehr interessant und detailliert beschrieben, sodass man ein gutes Bild davon bekommen hat, wie es dort aussieht und, wie man dort den Tag verbringt. Es ist ein ruhiger, berührender Roman, der entschleunigend auf den Leser wirkt. Mir persönlich hat es gut gefallen, deshalb vergebe ich vier Sterne und eine Weiterempfehlung.
Jago war 40 Minuten klinisch tot. Es ist zu diesem Vorfall gekommen, bevor er an seinem Herzklappenfehler operiert war. Er lag im Koma und hat überlebt. Nur ist sein Leben jetzt ganz anders als vorher, aber er ist dankbar. Er ist schnell überfordert, lebt maximal im Augenblick, weil es nicht anders geht. Jago braucht einen festen und geregelten Tagesablauf. Sein Onkel Jakob nimmt ihn auf seinen Hof, wo Jago seine Rehabilitation fortführen kann. Der Hof steht an der Küste in Cornwall. Dort versucht Jago, die Teile seines Lebens wieder zusammenzusetzen. Beide leben minimalistisch, kein Strom, Tiere, ein Garten. Die Zeit wird gefüllt mit vielen Aufgaben, Jago ist eine gute Hilfe für Jakob. Jago kennt so vieles nicht: Öllampen weil kein Licht da ist, Butter selbst machen, Brot selbst backen, Kühe melken und pflegen, die Rinder auf die Weide schicken, im Garten viel Gemüse anpflanzen, danach ernten, als Selbstversorger verarbeiten, teils am Markt verkaufen, Handwerken, Reparieren, es wird nie langweilig auf diesem Hof. Die Sonnenaufgänge, das Meer, der Rhythmus der Natur, alles trägt dazu bei, dass Jago sich wieder erholt. Bill Sligo macht seinen Onkel das Leben allerdings schwer und bringt viel Ärger mit sich. Jago möchte ihn in seinem Tun stoppen, um zu bewahren, was er und sein Onkel
noch haben, einen Ort zum Weiterleben. Wird es ihm gelingen, bringt er soviel Mut und Kraft mit sich? Ist er dafür schon bereit? Reize von außen, die unterschiedlicher nicht sein können, bereichern Jagos Leben, ist er wieder für so viel bereit? Seine ehemalige Freundin ist wieder da, möchte die Vergangenheit ruhen lassen und vielleicht neu beginnen. Nachbarn, Großstädte, der Onkel selbst berieseln Jago mit so vielen Ereignissen von damals. Jago ist nicht immer damit glücklich, aber er versucht das Beste daraus zu machen. Mit seinen Gefühlen, besonders was die Liebe angeht, gehen die beiden langsam um, antasten ist angesagt, alles ist neu für ihn, deshalb sind beide vorsichtig und behutsam. Sie wollen nichts überstürzen, sie wollen das retten, was damals verloren gegangen ist.
Es werden viele Themen angesprochen: Familie, Liebe, Freundschaft, Gemeinschaft, Verlust, Veränderung, Neuanfang, neue Ziele im Alltag. Es ist nicht immer einfach für Jago, aber er macht das Beste daraus. Der Schreibstil ist leicht, locker, flüssig und spannend. Die Geschichte liest sich dadurch gut, auch, wenn es immer wieder Momente gibt, die einen Innehalten lassen und zum Nachdenken und Reflektieren einladen. Die Kapitel sind nicht zu lang und beim Lesen kommt keine Langeweile auf, weil immer wieder etwas Neues passiert. Die Charaktere fand ich sympathisch, sie gewinnen im Laufe der Geschichte an Kraft und Stärke und wirken sehr authentisch. Das Setting an der Küste in Cornwall sowie die Einblicke in das Leben auf einem Hof fand ich sehr interessant und detailliert beschrieben, sodass man ein gutes Bild davon bekommen hat, wie es dort aussieht und, wie man dort den Tag verbringt. Es ist ein ruhiger, berührender Roman, der entschleunigend auf den Leser wirkt. Mir persönlich hat es gut gefallen, deshalb vergebe ich vier Sterne und eine Weiterempfehlung.