Gut lesbar
In dem Roman wird die Geschichte von Jago, der durch Sauerstoffmangel infolge eines Herzstillstands eine Hirnschädigung erlitten hat und der nun mit seinem Onkel Jacob auf einem kleinen Cottage lebt, erzählt. Der Autor verarbeitet seine eigenen Erfahrungen mit genau dieser Hirnschädigung und baut daraus einen sehr glaubwürdigen und nahbaren Charakter. Dadurch, dass der Protagonist seinen Alltag langsam und einfach gestaltet, ist auch das Erzähltempo sehr ruhig. Die Geschichte lässt sich dadurch über einen Großteil des Buches sehr angenehm lesen. In der letzten Hälfte des Buches wird allerdings ein Konflikt mit einem verfeindeten Dorfbewohner so zentral und so hektisch, dass das gar nicht zum restlichen Ton des Werkes passt. Dieser Plotpunkt fühlt sich etwas krampfhaft reingebogen an; ich hätte auch einen weiterhin sehr ereignislosen Roman gerne gelesen.