Ruhiger Roman mit Krimigeschichte
Der Autor Patrick Charnley hatte selbst einen Herzstillstand, von dem er sich mühsam erholen musste. Diese Erlebnisse lies er autobiographisch in den Roman einfließen und ergänzte einiges zu einer schönen Geschichte.
Jargo ist Anfang 20 als erst seine Mutter stirbt und er nach einem Herzstillstand 40 Minuten wiederbelebt wird. Durch die lange Zeit war sein Gehirn ebenfalls lange Zeit ohne Sauerstoff und hat erheblichen Schaden genommen. Nach längerer Reha lebt er nun auf einem Selbstversorgerhof ohne Strom bei seinem Onkel Jacob. „Ich musste meine verstreuten Einzelteile einsammeln und eines nach dem anderen wieder zusammensetzten. Das mache ich jetzt immer noch, gemeinsam mit Jacob, und es wirklich okay. Okay, aber anders als früher“
Vieles bereitet ihm Schwierigkeiten, angefangen von Orientierung, Konzentration, Fatigue, weiter über Sehstörungen. Jeder Tag strengt ihn an, doch Jacob lässt ihn ganz in seinem Tempo machen, unterstützt und motiviert ihn. Als Jago misstrauisch wird, ob sein Nachbar nicht etwas im Schilde führt, fängt er an ganz in seinem Tempo zu ermitteln.
Das Buch ist vollständig aus Jagos Ich-Perspektive geschrieben. Er nimmt uns mit zu seinen Schwierigkeiten nach dem Herzstillstand und man merkt die Entschleunigung auf jeder Seite. „Ich war ein Zug ohne Bremsen, jedenfalls in emotionaler Hinsicht, und dann gab es einen gewaltigen, volkommen lautlosen Zusammenbruch und alles blieb stehen.“
Der ruhige Schreibstil hat mir sehr gefallen und trotz der Ruhe ist in kurzer Zeit doch einiges geschehen. Ich fand die Charaktere schön ausgearbeitet und habe mich für Jago gefreut, dass er wirklich immer auf nette und hilfreiche Menschen gestoßen ist.
Die Einwebung der Krimi Geschichte fand ich angenehm, um den Roman etwas Leichtigkeit und Tempo zurück zu geben. Mit den Klippen und en Schmugglern habe ich mich fast wieder wie bei den fünf Freunden gefühlt.
Das Cover gefällt mir ausgesprochen gut. Die Malerei ohne viele Detail passt sehr gut zu Jagos Zustand. Der Titel ist eingestanzt und scheint fast zu leuchten. Auch das Leseband ergänzt den Eindruck eines hochwertigen Buches, welches man gerne in die Hand nimmt.
Ich kann dieses Buch jedem empfehlen. Es entschleunigt beim Lesen, fesselt durch die ruhige Geschichte und durch den Nachbarn Bill Sligo kommt auch noch ein bisschen Krimi dazu. Wer offen für etwas neues ist: Nehmt das Buch in die Hand und lasst euch nach England mitnehmen
Jargo ist Anfang 20 als erst seine Mutter stirbt und er nach einem Herzstillstand 40 Minuten wiederbelebt wird. Durch die lange Zeit war sein Gehirn ebenfalls lange Zeit ohne Sauerstoff und hat erheblichen Schaden genommen. Nach längerer Reha lebt er nun auf einem Selbstversorgerhof ohne Strom bei seinem Onkel Jacob. „Ich musste meine verstreuten Einzelteile einsammeln und eines nach dem anderen wieder zusammensetzten. Das mache ich jetzt immer noch, gemeinsam mit Jacob, und es wirklich okay. Okay, aber anders als früher“
Vieles bereitet ihm Schwierigkeiten, angefangen von Orientierung, Konzentration, Fatigue, weiter über Sehstörungen. Jeder Tag strengt ihn an, doch Jacob lässt ihn ganz in seinem Tempo machen, unterstützt und motiviert ihn. Als Jago misstrauisch wird, ob sein Nachbar nicht etwas im Schilde führt, fängt er an ganz in seinem Tempo zu ermitteln.
Das Buch ist vollständig aus Jagos Ich-Perspektive geschrieben. Er nimmt uns mit zu seinen Schwierigkeiten nach dem Herzstillstand und man merkt die Entschleunigung auf jeder Seite. „Ich war ein Zug ohne Bremsen, jedenfalls in emotionaler Hinsicht, und dann gab es einen gewaltigen, volkommen lautlosen Zusammenbruch und alles blieb stehen.“
Der ruhige Schreibstil hat mir sehr gefallen und trotz der Ruhe ist in kurzer Zeit doch einiges geschehen. Ich fand die Charaktere schön ausgearbeitet und habe mich für Jago gefreut, dass er wirklich immer auf nette und hilfreiche Menschen gestoßen ist.
Die Einwebung der Krimi Geschichte fand ich angenehm, um den Roman etwas Leichtigkeit und Tempo zurück zu geben. Mit den Klippen und en Schmugglern habe ich mich fast wieder wie bei den fünf Freunden gefühlt.
Das Cover gefällt mir ausgesprochen gut. Die Malerei ohne viele Detail passt sehr gut zu Jagos Zustand. Der Titel ist eingestanzt und scheint fast zu leuchten. Auch das Leseband ergänzt den Eindruck eines hochwertigen Buches, welches man gerne in die Hand nimmt.
Ich kann dieses Buch jedem empfehlen. Es entschleunigt beim Lesen, fesselt durch die ruhige Geschichte und durch den Nachbarn Bill Sligo kommt auch noch ein bisschen Krimi dazu. Wer offen für etwas neues ist: Nehmt das Buch in die Hand und lasst euch nach England mitnehmen