Sanft, leise, zärtlich und doch so gewaltig!
Seit Jago Trevarno einen Herzstillstand überlebte, bei dem er vierzig Minuten lang klinisch tot war, ist sein Leben komplett anders. Er hat mit den Folgeschäden zu kämpfen, die ihn langsam machen, alles überfordert ihn schnell. Sein Onkel Jacob nimmt ihn auf seinem Hof auf, auf dem die Zeit stillgestanden zu haben scheint. Kein Strom, keine Verbindung zur Außenwelt, alles wie im vorletzten Jahrhundert. Hier könnte sich Jago in seinem eigenen Tempo erholen, doch Bill Sligo hat Pläne, die er um jeden Preis durchsetzen möchte und Jago muss ihn stoppen, um Jacob und sich zu retten.
Das Buch ist sanft, still und leise, es ist aber vielleicht auch gerade deshalb so eindringlich und mächtig. Die Geschichte erdet, sie fokussiert auf den Moment und das, was wirklich zählt. Gerade in unserer über-technologisierten Welt ist das heilsam und wichtig. Jago entschleunigt den Leser mit seiner Art ungemein. Selbst die dramatischen, hochspannenden Momente erfahren eine Art Zeitlupe und können so noch deutlicher betrachtet, analysiert und gelöst werden. Für mich ist das große Kunst! Jacob sorgt zwischendurch sogar dafür, dass Jago sein Tempo nicht steigert, sondern Geduld an den Tag legt, egal was kommt.
Man muss Jacob und Jago einfach lieben, ebenso ein paar der anderen Figuren. Stückchenweise erfährt man, wie Jago vor seiner Erkrankung war und lebte. Dadurch wird noch klarer, wie sehr seine Einschränkungen auch für ihn schwer zu ertragen sind. Das wird unterstrichen durch das große Ausholen, den großen Anlauf, den Jago bei seiner Erzählung nimmt. Ganz seiner Komfortzone entsprechend, im Hier und Jetzt zu sein, erzählt er seine Geschichte auch in der Gegenwartsform. So erlebt und spürt man die Story quasi in Echtzeit und besonders intensiv.
Auch wenn das Ende weniger realistisch scheint, finde ich es stimmig und bin damit mehr als zufrieden. Wer weiß, vielleicht passiert ähnliches ja doch viel öfter, als wir je erfahren werden. Wichtig ist mir hier sowieso viel mehr, wie die Menschen in Cornwall zusammenhalten, wenn es nötig ist. Ohne darüber zu sprechen. Wie Jakob sich um seinen Neffen kümmert, obwohl er selbst nicht mehr der Jüngste ist und mit sich selbst und seiner Farm mehr als genug um die Ohren hat. Wie Granny Carne alles sieht, hört und versteht.
Für mich war dieses Buch eine Umarmung, in der man heilt, sicher ist und mit der man gestärkt weitergeht. Fünf Sterne.
Das Buch ist sanft, still und leise, es ist aber vielleicht auch gerade deshalb so eindringlich und mächtig. Die Geschichte erdet, sie fokussiert auf den Moment und das, was wirklich zählt. Gerade in unserer über-technologisierten Welt ist das heilsam und wichtig. Jago entschleunigt den Leser mit seiner Art ungemein. Selbst die dramatischen, hochspannenden Momente erfahren eine Art Zeitlupe und können so noch deutlicher betrachtet, analysiert und gelöst werden. Für mich ist das große Kunst! Jacob sorgt zwischendurch sogar dafür, dass Jago sein Tempo nicht steigert, sondern Geduld an den Tag legt, egal was kommt.
Man muss Jacob und Jago einfach lieben, ebenso ein paar der anderen Figuren. Stückchenweise erfährt man, wie Jago vor seiner Erkrankung war und lebte. Dadurch wird noch klarer, wie sehr seine Einschränkungen auch für ihn schwer zu ertragen sind. Das wird unterstrichen durch das große Ausholen, den großen Anlauf, den Jago bei seiner Erzählung nimmt. Ganz seiner Komfortzone entsprechend, im Hier und Jetzt zu sein, erzählt er seine Geschichte auch in der Gegenwartsform. So erlebt und spürt man die Story quasi in Echtzeit und besonders intensiv.
Auch wenn das Ende weniger realistisch scheint, finde ich es stimmig und bin damit mehr als zufrieden. Wer weiß, vielleicht passiert ähnliches ja doch viel öfter, als wir je erfahren werden. Wichtig ist mir hier sowieso viel mehr, wie die Menschen in Cornwall zusammenhalten, wenn es nötig ist. Ohne darüber zu sprechen. Wie Jakob sich um seinen Neffen kümmert, obwohl er selbst nicht mehr der Jüngste ist und mit sich selbst und seiner Farm mehr als genug um die Ohren hat. Wie Granny Carne alles sieht, hört und versteht.
Für mich war dieses Buch eine Umarmung, in der man heilt, sicher ist und mit der man gestärkt weitergeht. Fünf Sterne.