STILLSTAND und danach ist alles anders
Bei diesem Roman wird mir ganz warm ums Herz. Ich ziehe meinen Hut vor Patrick Charnley, mit soviel Ehrlichkeit hat er die körperlichen und seelischen Auswirkungen seines 40-minütigen Herzstillstandes und der daraus resultierenden Hirnschädigung nach einer Gehirn-Op in diesem Roman verarbeitet. Schon das Cover ist wunderschön. Das erste Buch, das ich nach der Rezension nicht weitergebe. Es darf bleiben. Ich kann nur erahnen, welche Leistung und Kraftanstrengung des Autors dahintersteht, so detailliert Landschaft, Cottage, Bauerngarten, Tiere und Menschen zu beschreiben, trotz seines Zu-Langsam-Denkens. Jago, der junge Mann, der in diesem Roman den Herzstillstand erlitten hat, ist umgeben von Menschen, die ihn auffangen und tragen, allen voran, Jacob, sein Onkel und Granny Carne, die erkennt: „ Alles wird gut. Alles wird anders, aber alles wird gut.“ Vor seiner Gehirn-Op war er ruhelos, „… aber jetzt bin ich wie ein Kind, zufrieden im Augenblick.“ Der Autor nimmt uns mit, in die zarte Liebesbeziehung zu Sophie, der Erfahrung, wenn ein geliebter Mensch stirbt und das liebevolle Miteinander zu seinem Onkel, der ihn bedingungslos bei sich aufgenommen hat. Doch es gibt nicht nur gute Menschen in seinem Umfeld und so kämpft Jago mit alle seinen Möglichkeiten, um Unheil von seinen Liebsten abzuwenden.