Der Alptraum aller Eltern in solider Machart.
Ein rasanter, fesselnder Einstieg; Wellengrab geht gleich in die Vollen.
Man ist für einen Moment erleichtert, als Lennart beschreibt, wie das herannahende Postfahrzeug an dem, ihm per SMS übermittelten, Treffpunkt vorbeifährt und fragt sich, ob man letztlich dankbar sein muss, nicht zu erfahren, was sich in dem Koffer befindet, den er schließlich doch noch vom Paketboten gegen Unterschrift erhält.
Die grausame Perfidität des Vorgehens der Täter ist erschreckend, man will Lennart's Hoffnung bis zum Schluss teilen, von der sich zu lösen er sich all die Zeit wider seine Intuition weigert.
Fünf Jahre später wird während eines Stromausfalls ein elfjähriges Mädchen unter uneindeutigen Bedingungen entführt.
Besteht ein Zusammenhang zwischen diesen beiden Ereignissen oder soll es nur so erscheinen?
Wieso war das Mädchen in ihrem Zimmer eingeschlossen?
Wo war ihr Vater während des Stromausfalls und wieso hat er, erstmalig, an diesem Abend so vehement darauf bestanden, dass die Mutter das Zimmer der Tochter nicht betreten darf?
Wellengrab zeichnet die Leben authentischer, vielgesichtiger Charaktere nach und spart dabei die dunklen Seiten zwischenmenschlicher Beziehungen nicht aus.
Eines Lebens mit Grautönen zwischen Schwarz und Weiß; von Menschen, die nicht perfekt sind und in ihrer Hoffnung am Falschen festhalten. Ehrgeiz und Glaube an die Veränderbarkeit der Welt, die im Laufe einer Polizistenkarriere schwinden, Ehen, die daran zerbrechen und solche, die von Gewalt und Passivität, von Einseitigkeit durchwirkt sind.
Wellengrab ist sehr nah am Leben gezeichnet und konstruiert mit einem sehr guten Plot und tollen, flüssig lesbaren Schreibstil einen vielschichtigen und interessanten Fall, der es vermag einen zu fesseln; es reiht sich damit in eine Reihe vieler guter, solider Krimis ein, ohne aber ein besonderes Alleinstellungsmerkmal zu verzeichnen, soweit man das bisher mittels der Leseprobe einschätzen kann.
Das Cover hebt sich m.E. durch nichts von einer ganzen Masse an Kriminalromanen ab, es bleibt nicht im Gedächtnis und lässt anhand der Leseprobe keinen inhaltlichen Bezug erkennen. Aber der Titel macht mich neugierig - wieso Wellengrab?
Man ist für einen Moment erleichtert, als Lennart beschreibt, wie das herannahende Postfahrzeug an dem, ihm per SMS übermittelten, Treffpunkt vorbeifährt und fragt sich, ob man letztlich dankbar sein muss, nicht zu erfahren, was sich in dem Koffer befindet, den er schließlich doch noch vom Paketboten gegen Unterschrift erhält.
Die grausame Perfidität des Vorgehens der Täter ist erschreckend, man will Lennart's Hoffnung bis zum Schluss teilen, von der sich zu lösen er sich all die Zeit wider seine Intuition weigert.
Fünf Jahre später wird während eines Stromausfalls ein elfjähriges Mädchen unter uneindeutigen Bedingungen entführt.
Besteht ein Zusammenhang zwischen diesen beiden Ereignissen oder soll es nur so erscheinen?
Wieso war das Mädchen in ihrem Zimmer eingeschlossen?
Wo war ihr Vater während des Stromausfalls und wieso hat er, erstmalig, an diesem Abend so vehement darauf bestanden, dass die Mutter das Zimmer der Tochter nicht betreten darf?
Wellengrab zeichnet die Leben authentischer, vielgesichtiger Charaktere nach und spart dabei die dunklen Seiten zwischenmenschlicher Beziehungen nicht aus.
Eines Lebens mit Grautönen zwischen Schwarz und Weiß; von Menschen, die nicht perfekt sind und in ihrer Hoffnung am Falschen festhalten. Ehrgeiz und Glaube an die Veränderbarkeit der Welt, die im Laufe einer Polizistenkarriere schwinden, Ehen, die daran zerbrechen und solche, die von Gewalt und Passivität, von Einseitigkeit durchwirkt sind.
Wellengrab ist sehr nah am Leben gezeichnet und konstruiert mit einem sehr guten Plot und tollen, flüssig lesbaren Schreibstil einen vielschichtigen und interessanten Fall, der es vermag einen zu fesseln; es reiht sich damit in eine Reihe vieler guter, solider Krimis ein, ohne aber ein besonderes Alleinstellungsmerkmal zu verzeichnen, soweit man das bisher mittels der Leseprobe einschätzen kann.
Das Cover hebt sich m.E. durch nichts von einer ganzen Masse an Kriminalromanen ab, es bleibt nicht im Gedächtnis und lässt anhand der Leseprobe keinen inhaltlichen Bezug erkennen. Aber der Titel macht mich neugierig - wieso Wellengrab?