Ein Stromausfall, der alles verändert
Schon die ersten Seiten von Wellengrab von Stefan Ahnhem entwickeln eine intensive, beklemmende Atmosphäre. Der Prolog mit Lennart Olin, der zwischen Hoffnung und Verzweiflung an einem abgelegenen Ort wartet, ist emotional stark und sofort fesselnd. Man spürt seine Erschöpfung, seine Angst und die fragile Hoffnung, dass sich alles doch noch zum Guten wenden könnte.
Besonders eindrucksvoll ist, wie Ahnhem psychologische Spannung aufbaut. Der großflächige Stromausfall wirkt zunächst wie ein äußeres Ereignis, entfaltet aber schnell eine unheimliche Eigendynamik. In der Familiengeschichte um Amanda, Harald und die kleine Emelie kippt die Situation schleichend von angespannter Normalität in blankes Entsetzen. Die Eskalation geschieht leise, realistisch und gerade deshalb umso erschütternder. Die Szene, in der Amanda erkennt, dass Emelies Bett leer ist, gehört zu den Momenten, die lange nachwirken.
Parallel dazu führt der Roman mit Fabian Risk eine vertraute Ermittlerfigur ein, die zwischen beruflicher Routine, privater Nähe und einem wachsenden Gefühl der Unruhe steht. Die verschiedenen Perspektiven greifen ineinander und lassen früh erahnen, dass sich persönliche Schicksale und ein groß angelegter krimineller Hintergrund miteinander verknüpfen werden. Die Sprache ist klar, präzise und äußerst atmosphärisch, ohne Effekthascherei.
Die Leseprobe macht deutlich, dass Wellengrab kein reiner Actionkrimi ist, sondern ein düsterer, psychologisch dichter Roman über Kontrollverlust, Angst und die Zerbrechlichkeit von Sicherheit. Ich möchte unbedingt weiterlesen, weil sich hier ein komplexer Fall ankündigt, der sowohl emotional als auch kriminalistisch tief unter die Haut geht.
Besonders eindrucksvoll ist, wie Ahnhem psychologische Spannung aufbaut. Der großflächige Stromausfall wirkt zunächst wie ein äußeres Ereignis, entfaltet aber schnell eine unheimliche Eigendynamik. In der Familiengeschichte um Amanda, Harald und die kleine Emelie kippt die Situation schleichend von angespannter Normalität in blankes Entsetzen. Die Eskalation geschieht leise, realistisch und gerade deshalb umso erschütternder. Die Szene, in der Amanda erkennt, dass Emelies Bett leer ist, gehört zu den Momenten, die lange nachwirken.
Parallel dazu führt der Roman mit Fabian Risk eine vertraute Ermittlerfigur ein, die zwischen beruflicher Routine, privater Nähe und einem wachsenden Gefühl der Unruhe steht. Die verschiedenen Perspektiven greifen ineinander und lassen früh erahnen, dass sich persönliche Schicksale und ein groß angelegter krimineller Hintergrund miteinander verknüpfen werden. Die Sprache ist klar, präzise und äußerst atmosphärisch, ohne Effekthascherei.
Die Leseprobe macht deutlich, dass Wellengrab kein reiner Actionkrimi ist, sondern ein düsterer, psychologisch dichter Roman über Kontrollverlust, Angst und die Zerbrechlichkeit von Sicherheit. Ich möchte unbedingt weiterlesen, weil sich hier ein komplexer Fall ankündigt, der sowohl emotional als auch kriminalistisch tief unter die Haut geht.