Blackout in Schweden

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Fünf Jahre mussten wir auf eine Fortsetzung der Fabian Risk-Reihe warten und mit „Wellengrab“ liegt nun endlich der 7. Band vor.
Auch in Fabians Leben sind mehr als zehn Jahre vergangen. Er lebt inzwischen allein und hat ein gutes Verhältnis zu seiner Tochter Matilda, die studiert. Bei einer gemeinsamen Segeltour werden sie Zeugen eines Blackouts, der die Gegend um Helsingborg in Dunkelheit taucht. Dies ist der Beginn einer Reihe von scheinbar nicht zusammenhängenden Fällen mit denen es Fabians Team zu tun bekommt: ein Überfall auf ein Bargelddepot, Kinder, die spurlos verschwinden und plötzlich wieder auftauchen und Zeugen, die sich merkwürdig verhalten. Fabians Team ermittelt unter Hochdruck und stößt auf eine unglaubliche Spur und gefährliche Mächte, die jedes Teammitglied in äußerste Gefahr bringen.

Stefan Ahnhem beweist hier einmal mehr, das er zu den besten schwedischen Autoren zählt. Auch dieser Band entwickelte sich für mich sehr schnell wieder zu einem wahren Pageturner, den ich kaum zur Seite legen konnte. Ein perfekter Spannungsbogen und wechselnde Erzählperspektiven sorgten für ein hohes Lesetempo und obwohl das Buch über 600 Seiten hat, möchte ich keine davon missen. Der Fall selbst ist brandaktuell und führt vor Augen, wie zerbrechlich unsere Demokratie ist. Dabei gibt es auch einige brutale und blutige Szenen, die nichts für empfindliche Gemüter sind. Besonders gefreut habe ich mich über das Wiedersehen mit der dänischen Expolizistin Dunja Hougaard. Da der Fall in sich abgeschlossen ist, kann er auch unabhängig von den Vorgängerbänden gelesen werden. Ich empfehle allerdings für ein umfassendes Lesevergnügen die Buchreihenfolge einzuhalten.
Für mich war es der bisher beste Fall für Fabian Risk und ein kleiner Cliffhanger am Ende deutet auf eine Fortsetzung der Reihe hin. Ich fiebere jetzt schon dem nächsten Band entgegen.