Fesselnder und vielschichtiger Krimi mit Aktualitätsbezug
Mit "Wellengrab" gelingt es Stefan Ahnhem erneut, seine Leserinnen und Leser über mehr als 600 Seiten hinweg in Atem zu halten. Der Autor versteht es meisterhaft, Spannung und Unbehagen Schritt für Schritt aufzubauen und über weite Strecken aufrechtzuerhalten. Zwar nimmt die Erzählgeschwindigkeit im Mittelteil etwas ab, doch die kurzen Kapitel und wechselnden Perspektiven – unter anderem aus Sicht von Ermittler Fabian Risk, seinen Kolleginnen und Kollegen, den Täterinnen und Tätern sowie den Opfern – sorgen durchgehend für Dynamik und Abwechslung.
Die Handlung ist vielschichtig, gut konstruiert und zudem erschreckend aktuell: Ein Stromausfall, ein Banküberfall, eine Tote, verschwundene Kinder und widersprüchliche Zeugenaussagen verdichten sich zu einem bedrohlichen Puzzle. Stück für Stück gelingt es Ahnhem, die verschiedenen Handlungsstränge zu einem schlüssigen Gesamtbild zusammenzuführen. Dabei schreckt er nicht vor drastischen Szenen zurück – Gewalt und Blut gehören im düsteren Universum von Fabian Risk erwartungsgemäß dazu.
Gegen Ende zieht das Tempo rasant an, fast schon zu sehr: Die Ereignisse überschlagen sich, und der Autor will nach dem bedächtigen Aufbau offenbar alles auf einmal auflösen. Hier leidet die Glaubwürdigkeit ein wenig, und nicht alle Fäden werden ganz befriedigend zu Ende geführt. Dennoch bleibt Wellengrab ein packender, atmosphärisch dichter und inhaltlich aktueller Krimi, der Lust auf weitere Teile der Reihe macht.
Die Handlung ist vielschichtig, gut konstruiert und zudem erschreckend aktuell: Ein Stromausfall, ein Banküberfall, eine Tote, verschwundene Kinder und widersprüchliche Zeugenaussagen verdichten sich zu einem bedrohlichen Puzzle. Stück für Stück gelingt es Ahnhem, die verschiedenen Handlungsstränge zu einem schlüssigen Gesamtbild zusammenzuführen. Dabei schreckt er nicht vor drastischen Szenen zurück – Gewalt und Blut gehören im düsteren Universum von Fabian Risk erwartungsgemäß dazu.
Gegen Ende zieht das Tempo rasant an, fast schon zu sehr: Die Ereignisse überschlagen sich, und der Autor will nach dem bedächtigen Aufbau offenbar alles auf einmal auflösen. Hier leidet die Glaubwürdigkeit ein wenig, und nicht alle Fäden werden ganz befriedigend zu Ende geführt. Dennoch bleibt Wellengrab ein packender, atmosphärisch dichter und inhaltlich aktueller Krimi, der Lust auf weitere Teile der Reihe macht.