Sehr dicht an der aktuellen Weltlage
Fabian Risk und seine Tochter genießen gerade ein gemeinsames Abendessen auf ihrem Boot, als es zu einem Stromausfall an der Küste kommt. Wieder zurück im Dienst erwartet den Ermittler die Nachricht, dass es einen während des Blackout einen Banküberfall gegeben hat. Das Team nimmt die Ermittlungen auf, ein Verdächtiger ist schnell ausgemacht, die Beweise anscheinend eindeutig, allerdings hat der Mann ein wasserdichtes Alibi. Aber irgendetwas ist merkwürdig an der Sache.
Ich kannte die Reihe um den schwedischen Ermittler Fabian Risk bisher noch nicht, dessen bereits 7. Fall hier auf knapp 620 Seiten vorliegt. Wiedereinmal bin ich mittendrin in eine Reihe eingestiegen und war direkt begeistert. Schon mit dem Prolog hat der Autor mich gefesselt, eine absolute Horrorvorstellung, was er da beschreibt. Für jeden Leser, für mich als Mutter aber nochmal um einiges intensiver. Hier direkt auch der Hinweis, es wird im Buch teilweise recht heftig über psychische und physische Gewalt gegen Kinder geschrieben, wer da getriggert wird, bitte Hände weg. die beschriebenen Szenarien sind oft sehr brutal und verstörend, man leidet direkt mit den Betroffenen Figuren im Buch mit.
Mit dem anfangs beschriebenen Stromausfall ist man bereits mitten im Geschehen. Die Geschichte entwickelt sich auf verschiedenen Handlungsebenen mit einer enormen Fülle an Figuren. Die einzelnen Kapitel werden immer wieder aus verschiedenen Perspektiven erzählt, so hat man als Leser natürlich wesentlich mehr Kenntnisse als die Ermittler, allerdings ist es auch manchmal etwas schwierig nicht den Faden zu verlieren. "Wellengrab" ist kein Buch, das man mal so nebenbei liest, hier mal ein, zwei Kapitel, es dann erstmal zur Seite legen um ein paar Tage später dann wieder mal ein paar Absätze. Ich denke da könnte man leicht durcheinander kommen. Für mich hat sich dieses Problem allerdings gar nicht erst ergeben, denn ich war buchstäblich ab der ersten Seite ins Geschehen eingesaugt.
Die Grundstimmung ist unglaublich beängstigend und dieser Eindruck wird durch die Aktualität der Geschichte noch verstärkt. Das beschriebene Szenario zeigt, wie anfällig bestimmte Strukturen für Sabotage sind, wie leicht es eigentlich ist durch gut gesteuerte Falschmeldungen die öffentliche Meinung zu beeinflussen und leider ist all dies keine Fiktion. Der Autor bedient sich an der aktuellen politischen Lage in Schweden und Europa und auch wir hier in Deutschland sehen ja ganz präsent, wie leicht es Rechtspopulisten und sogenannten Reichsbürgern fällt ihre Ziele zu verharmlosen und so eine breite Masse hinter sich zu versammeln. Beängstigend. Noch beängstigender aber die perfide und überaus brutale Art und Weise, wie die Täter im Buch ihre Ziele durchsetzen. Hier hat der Autor bei mir als Leser einen Nerv getroffen.
Im Klappentext wird das Buch als Pageturner bezeichnet, ich bin eigentlich immer vorsichtig mit solchen Bezeichnungen, muss hier aber absolut zustimmen. Wie schon gesagt, hat der Autor mich mit seiner Art zu Schreiben direkt gepackt, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Mit der Fülle der Figuren hatte ich kurz ein paar Schwierigkeiten, aber das hat sich schnell gegeben. Ich habe recht bald eine Beziehung zu Fabian und seinen Kollegen aufgebaut, natürlich gab es die ein, oder andere Stelle, an der die Vorgeschichte ins Spiel gekommen ist und ich würde lügen, würde ich behaupten, ich hätte nicht kurz gedacht, oh, da wäre es jetzt schon schön die Hintergründe zu kennen, aber das hat mich letztlich im Lesefluss überhaupt nicht gestört. Im Gegenteil, es macht nur um so neugieriger auf die Vorgängerbände. Bei über 600 Seiten kommt es zwangsläufig auch zu ein paar Längen in der Story, die fallen für mich in der Gesamtheit aber nicht ins Gewicht. Worüber ich mich da schon eher geärgert habe sind die genretypischen Alleingänge einiger Figuren, die natürlich dem Spannungsbogen geschuldet sind, mich aber immer so total aufregen. Beim Showdown wird es dann noch einmal ziemlich heftig und das Geschehen ist vielleicht nicht zu einhundert Prozent plausibel, so würde ich das vielleicht eher in einem amerikanischen Thriller erwarten, aber letztlich passt es.
Ich kannte die Reihe um den schwedischen Ermittler Fabian Risk bisher noch nicht, dessen bereits 7. Fall hier auf knapp 620 Seiten vorliegt. Wiedereinmal bin ich mittendrin in eine Reihe eingestiegen und war direkt begeistert. Schon mit dem Prolog hat der Autor mich gefesselt, eine absolute Horrorvorstellung, was er da beschreibt. Für jeden Leser, für mich als Mutter aber nochmal um einiges intensiver. Hier direkt auch der Hinweis, es wird im Buch teilweise recht heftig über psychische und physische Gewalt gegen Kinder geschrieben, wer da getriggert wird, bitte Hände weg. die beschriebenen Szenarien sind oft sehr brutal und verstörend, man leidet direkt mit den Betroffenen Figuren im Buch mit.
Mit dem anfangs beschriebenen Stromausfall ist man bereits mitten im Geschehen. Die Geschichte entwickelt sich auf verschiedenen Handlungsebenen mit einer enormen Fülle an Figuren. Die einzelnen Kapitel werden immer wieder aus verschiedenen Perspektiven erzählt, so hat man als Leser natürlich wesentlich mehr Kenntnisse als die Ermittler, allerdings ist es auch manchmal etwas schwierig nicht den Faden zu verlieren. "Wellengrab" ist kein Buch, das man mal so nebenbei liest, hier mal ein, zwei Kapitel, es dann erstmal zur Seite legen um ein paar Tage später dann wieder mal ein paar Absätze. Ich denke da könnte man leicht durcheinander kommen. Für mich hat sich dieses Problem allerdings gar nicht erst ergeben, denn ich war buchstäblich ab der ersten Seite ins Geschehen eingesaugt.
Die Grundstimmung ist unglaublich beängstigend und dieser Eindruck wird durch die Aktualität der Geschichte noch verstärkt. Das beschriebene Szenario zeigt, wie anfällig bestimmte Strukturen für Sabotage sind, wie leicht es eigentlich ist durch gut gesteuerte Falschmeldungen die öffentliche Meinung zu beeinflussen und leider ist all dies keine Fiktion. Der Autor bedient sich an der aktuellen politischen Lage in Schweden und Europa und auch wir hier in Deutschland sehen ja ganz präsent, wie leicht es Rechtspopulisten und sogenannten Reichsbürgern fällt ihre Ziele zu verharmlosen und so eine breite Masse hinter sich zu versammeln. Beängstigend. Noch beängstigender aber die perfide und überaus brutale Art und Weise, wie die Täter im Buch ihre Ziele durchsetzen. Hier hat der Autor bei mir als Leser einen Nerv getroffen.
Im Klappentext wird das Buch als Pageturner bezeichnet, ich bin eigentlich immer vorsichtig mit solchen Bezeichnungen, muss hier aber absolut zustimmen. Wie schon gesagt, hat der Autor mich mit seiner Art zu Schreiben direkt gepackt, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Mit der Fülle der Figuren hatte ich kurz ein paar Schwierigkeiten, aber das hat sich schnell gegeben. Ich habe recht bald eine Beziehung zu Fabian und seinen Kollegen aufgebaut, natürlich gab es die ein, oder andere Stelle, an der die Vorgeschichte ins Spiel gekommen ist und ich würde lügen, würde ich behaupten, ich hätte nicht kurz gedacht, oh, da wäre es jetzt schon schön die Hintergründe zu kennen, aber das hat mich letztlich im Lesefluss überhaupt nicht gestört. Im Gegenteil, es macht nur um so neugieriger auf die Vorgängerbände. Bei über 600 Seiten kommt es zwangsläufig auch zu ein paar Längen in der Story, die fallen für mich in der Gesamtheit aber nicht ins Gewicht. Worüber ich mich da schon eher geärgert habe sind die genretypischen Alleingänge einiger Figuren, die natürlich dem Spannungsbogen geschuldet sind, mich aber immer so total aufregen. Beim Showdown wird es dann noch einmal ziemlich heftig und das Geschehen ist vielleicht nicht zu einhundert Prozent plausibel, so würde ich das vielleicht eher in einem amerikanischen Thriller erwarten, aber letztlich passt es.