Wenn zwei Drittel eines Buches mehr versprechen, als das Ende halten kann
Wellengrab klang nach genau dem, was ich manchmal brauche: Atmosphäre, Spannung, ein greifbarer Plot mit aktuellem Hintergrund. Und tatsächlich hat das Buch mich am Anfang wirklich gepackt. Ein Blackout an der schwedischen Küste, Fabian auf dem Segelboot mit seiner Tochter, eine Reihe von Fällen, die danach nicht zusammenpassen wollen. Das hat alles gestimmt. Ich hab das Buch als Hörbuch gehört und David Nathan als Sprecher ist schlicht ein Hörgenuss, der dem Text eine Dichte verleiht, die ich wirklich genossen habe.
Die Stärke des Buches liegt klar im ersten Teil. Die Atmosphäre ist dicht, die Fälle sind rätselhaft genug um neugierig zu machen, und die Themen sind hochaktuell. Stefan Ahnhem versteht es, eine Welt zu bauen, die nah genug an der Realität ist, um unter die Haut zu gehen.
Aber ab ungefähr 65 Prozent hat sich für mich etwas verändert. Die Spannung hat sich schleichend abgebaut und ich hab gemerkt, dass ich nicht mehr wirklich wusste, worum es in diesem Buch eigentlich geht. Das ist ein seltsames Gefühl bei einem Krimi, der mit einer so konkreten Prämisse startet. Das Ende hat mich dann endgültig verloren: Es wirkt konstruiert, einzelne Handlungsstränge werden zusammengezwungen, und die Auflösung hat etwas Absurdes, das nicht ganz zur Ernsthaftigkeit der vorherigen Seiten passt.
Mit 600 Seiten ist das Buch außerdem sehr lang und diese Länge fühlt sich nicht immer gerechtfertigt an. Wer einen kompakten, handwerklich sauberen Krimi sucht, wird vielleicht enttäuscht sein. Wer dagegen bereit ist, für zwei gute Drittel auch ein enttäuschendes Finale in Kauf zu nehmen, kann trotzdem unterhalten werden, besonders in der Hörbuchversion mit David Nathan.
Ich würde Wellengrab Leserinnen empfehlen, die bereits in der Reihe drin sind und Fabian Risk mögen. Als Einstieg in die Reihe ist es weniger geeignet, und als eigenständiger Krimi hat es zu viele strukturelle Schwächen um mich vollständig zu überzeugen.
Die Stärke des Buches liegt klar im ersten Teil. Die Atmosphäre ist dicht, die Fälle sind rätselhaft genug um neugierig zu machen, und die Themen sind hochaktuell. Stefan Ahnhem versteht es, eine Welt zu bauen, die nah genug an der Realität ist, um unter die Haut zu gehen.
Aber ab ungefähr 65 Prozent hat sich für mich etwas verändert. Die Spannung hat sich schleichend abgebaut und ich hab gemerkt, dass ich nicht mehr wirklich wusste, worum es in diesem Buch eigentlich geht. Das ist ein seltsames Gefühl bei einem Krimi, der mit einer so konkreten Prämisse startet. Das Ende hat mich dann endgültig verloren: Es wirkt konstruiert, einzelne Handlungsstränge werden zusammengezwungen, und die Auflösung hat etwas Absurdes, das nicht ganz zur Ernsthaftigkeit der vorherigen Seiten passt.
Mit 600 Seiten ist das Buch außerdem sehr lang und diese Länge fühlt sich nicht immer gerechtfertigt an. Wer einen kompakten, handwerklich sauberen Krimi sucht, wird vielleicht enttäuscht sein. Wer dagegen bereit ist, für zwei gute Drittel auch ein enttäuschendes Finale in Kauf zu nehmen, kann trotzdem unterhalten werden, besonders in der Hörbuchversion mit David Nathan.
Ich würde Wellengrab Leserinnen empfehlen, die bereits in der Reihe drin sind und Fabian Risk mögen. Als Einstieg in die Reihe ist es weniger geeignet, und als eigenständiger Krimi hat es zu viele strukturelle Schwächen um mich vollständig zu überzeugen.