Ganz und gar auf meiner Wellenlänge!📻

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aceastend Avatar

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Hatte mich das Cover anfangs etwas irregeführt, da ich der Annahme war, es mit einem Heimatroman zu tun zu haben, reizte mich, als passionierte Radiohörerin, dennoch der Titel.

Und da: Volltreffer!

Denn da ich in Aachen lebe und mit Radio Luxemburg aufgewachsen bin, war klar, dass eine Geschichte, rund um beides mich bestimmt ansprechen würde, was für mich zunächst der ausschlaggebende Grund war, warum ich das Buch unbedingt lesen wollte.

Aber meine Erwartungen wurden weit übertroffen!

Der Roman über den Knaben Felix, der die Radiomoderatorin Eva Seegers tief verehrt und für den ihre Stimme und Musik über Jahre hinweg sein ganzer Halt sind, ist so viel mehr!

Wir wachsen mit dem jungen Helden auf und durchleben mit ihm nicht nur den Krieg, sondern auch Höhen und Tiefen seines Lebens und parallel das der Moderatorin Eva Seegers.

Dabei spielt der Autor gekonnt mit Sprache.
Denn ist diese anfangs noch fast kindlich naiv, reift auch sie, mit dem jungen Felix, zu einem komplexen Charakter heran.

Ohne detaillierte Grausamkeiten beschreibt Wolfgang Böhm in seinem Roman, der Parallelen zu wirklichen Personen und Geschehnissen hat, die Absurditäten des Krieges.
Es ist die Geschichte von Freundschaft, Hoffnung, tiefer Verbundenheit, Liebe, Heimat, aber auch von Verlusten, Enttäuschung, Widerstand, Zerrissenheit und Schmerz.

Und vor allem ist es die Geschichte von Leidenschaft, die uns zeitgleich ein Motor und Kompass durchs Leben sein kann. Auch in den dunkelsten Momenten.

Völlig abtauchen kann man in diese Erzählung und trotz ihrer Traurigkeit, sich vollends in ihr verlieren und sich wünschen, dass sie noch ewig weitergeht.
Sie erzeugt tiefe Sehnsucht nach der Vergangenheit. Auch seiner eigenen.

Ganz nebenbei lernt man noch enorm viel! Über Krieg, Musik, das Leben und natürlich das Radio…

Dieses Buch hat das Potenzial, mein Highlight des Jahres zu werden!

P.S.: ein schönes Bonbon findet man ganz hinten im Buch. Den Barcode für den Soundtrack zur Geschichte.
Das ist zeitgleich mein einziger Kritikpunkt. Den hätte ich nämlich schon gern am Anfang entdeckt und während des Lesens so genussvoll inhaliert, wie die Protagonisten eine Zigarette zu Kriegszeiten…🚬