Sanfter Einstieg

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herbstwindtraum Avatar

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Nora Bossongs Buchbeginn zieht unmittelbar durch eine persönliche, melancholische Szene im Pandemiewinter 2020 in den Bann: Nach dem überraschenden Tod ihres Vaters gibt ihr ausgerechnet der Dienst als Messdienerin auf dem Friedhof – das schlichte Anzünden der Kohle im Weihrauchfass – wieder festen Halt. Aus dieser konkreten Erfahrung entwickelt sie ein feinfühliges Plädoyer für den Wert überlieferter religiöser Riten, die uns gerade in Krisen tragen, wenn eigene Worte fehlen. Mit Blick auf die Gegenwart warnt sie vor einer rein materiellen Verengung der Welt und deutet Zweifel als gesunde Demut vor dem, was unser Begreifen übersteigt. So gelingt ihr ein leiser, nachdenklicher Auftakt des Buches.