Überraschend anders
Das Cover des Buches zeigt einen Ausschnitt von Caspar David Friedrichs „Der Mönch am Meer“, ein atmosphärisch starkes, fast schon melancholisches Bild, das die Weite, die Einsamkeit und die Suche nach dem Transzendenten perfekt einfängt und mich optisch sofort in seinen Bann gezogen hat.
Als jemand, der mit der Institution Kirche und vor allem dem Katholizismus extrem kritisch fremdelt, aber dennoch einen tiefen, eigenen Draht zu Gott hat, war ich anfangs skeptisch. Doch Nora Bossong, die sich selbst als kritische Katholikin positioniert, nimmt genau diesen Schmerz und diese kritische Distanz ernst, ohne den Glauben zu verkitschen. Schon die Leseprobe hat mich tief berührt, weil sie ganz nah am echten Leben ansetzt – sei es bei der Trauerarbeit in der Pandemie oder beim ganz alltäglichen Zweifel.
Besonders der Teil über den Zweifel, der so herrlich nahbar mit dem Irrtum über Pflaumen und Zwetschgen beginnt, hat mich abgeholt.
Bossong beschreibt Riten nicht als starres Dogma, sondern als menschliches Hilfsmittel und Destillat aus Jahrhunderten, wenn Worte und Kraft fehlen. Ihr Satz „Mir jedenfalls wäre die Welt ganz ohne Himmel zu eng“ spricht mir absolut aus der Seele.
Es ist ein kluges, unaufgeregtes Buch, das nicht predigt, sondern den Dialog sucht und Raum lässt für Menschen, die mit der Kirche abgeschlossen haben, aber die Verbindung zum Spirituellen nicht verlieren wollen. Ein absolut lesenswerter Einstieg!
Als jemand, der mit der Institution Kirche und vor allem dem Katholizismus extrem kritisch fremdelt, aber dennoch einen tiefen, eigenen Draht zu Gott hat, war ich anfangs skeptisch. Doch Nora Bossong, die sich selbst als kritische Katholikin positioniert, nimmt genau diesen Schmerz und diese kritische Distanz ernst, ohne den Glauben zu verkitschen. Schon die Leseprobe hat mich tief berührt, weil sie ganz nah am echten Leben ansetzt – sei es bei der Trauerarbeit in der Pandemie oder beim ganz alltäglichen Zweifel.
Besonders der Teil über den Zweifel, der so herrlich nahbar mit dem Irrtum über Pflaumen und Zwetschgen beginnt, hat mich abgeholt.
Bossong beschreibt Riten nicht als starres Dogma, sondern als menschliches Hilfsmittel und Destillat aus Jahrhunderten, wenn Worte und Kraft fehlen. Ihr Satz „Mir jedenfalls wäre die Welt ganz ohne Himmel zu eng“ spricht mir absolut aus der Seele.
Es ist ein kluges, unaufgeregtes Buch, das nicht predigt, sondern den Dialog sucht und Raum lässt für Menschen, die mit der Kirche abgeschlossen haben, aber die Verbindung zum Spirituellen nicht verlieren wollen. Ein absolut lesenswerter Einstieg!