Fehlender Tiefgang

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büchersozialist Avatar

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Seichte Kritik an der katholischen Kirche, mit fehlender Tiefe.

Anfangs dachte ich, es würde sich um ein Buch handeln, welches sich mit dem kritischen Nachdenken über den (eigenen) katholischen Glauben und das Ausleben des Glaubens in der heutigen Zeit beschäftigen würde. Denn die Autorin wird als kritische Katholikin vorgestellt. Leider enttäuscht das Buch in dieser Hinsicht.

Es ist vielmehr die Nacherzählung einiger Punkte im Leben der Autorin, durchaus mit Bezug zum Glauben, grade anfangs, wo es um die Coronazeit geht und ihren Dienst in der Gemeinde als Pfarrerbegleiterin bei Trauermessen. Durchaus mit Potenzial zum konstruktiv-kritischen Reflektieren über Glauben/Religion in der modernen Zeit, warum dieser noch immer Halt geben und wie er gelebt werden kann.

Leider geht es nur um allgemeine Kritik wie z.B. mangelnde Frauenbeteiligung, struktureller Sexismus, inhatliche Leere der Kirche(ngemeinden) etc. Richtig in vielen Punkten, Jedoch hatte ich mir erhofft, die Autorin würde zeigen bzw. beschreiben wie Glaube, insbesondere der katholische Glaube, in die heutige technologisch-säkulare Welt passt, welchen Wert er (für sie) hat und wie dieser auch für einen heutigen Menschen ins Leben passt und der Glaube sich auch anpassen muss, ohne dabei beliebig zu werden.

Das passiert nicht.

Daher ist das Buch nur eine kurze, allgemeine Kritik an bekannten Baustellen der kath. Kirche, ohne inhaltliche Tiefe oder Anregungen für einen sinnstiftenden Katholizismus.