Tiefgründig, kritisch und doch voller Hoffnung
Nora Bossong widmet sich in dem schmalen Band "Welt mit anderen Mitteln" existenziellen (Glaubens-)Fragen und hat mich dabei wirklich abgeholt.
Als gläubige Katholiken erzogen haben mein Mann und ich uns schon früh entschieden, auch unsere drei Kinder in diesem unseren Glauben zu erziehen. Und - es ist wirklich schwierig, diesen Glauben zu verteidigen, vor sich selbst, vor anderen Menschen und vor dem mittlerweile vorherrschenden Atheismus in meinem Umfeld, aber auch die Abgrenzung zu fundamentalistischen "Christen", die unseren Glauben benutzen und missbrauchen, um ihr eigenes Handeln oder ihre Abgrenzungen zu legitimieren.
Auch die Struktur vor allem "meiner" katholischen Kirche mit ihrer beständigen Weigerung Frauen in den innersten Kreis aufzunehmen und mit den gleichen Rechten wie Männer auszustatten, macht es mir immer wieder schwer, "dabei" zu bleiben.
Dies sind mit die Gründe, warum ich das Buch von Nora Bossong als so wichtig und gut für mich erlebt habe. Sie spricht auch unangenehme Dinge an, sie schreibt Klartext zum Glauben, zu Strukturen und zu Missbrauch, reißt die sehr wichtige Theodizee Frage nicht nur an, sondern stellt sich ihr und setzt ihre Thesen und Gedanken in historischen sowie aktuellen politischen Kontext. Ihre Sprache ist dabei anspruchsvoll, aber passend und ich konnte sie sehr gut lesen und schätzte ihre Ausdrucksweise sehr.
An manchen Stellen fühlte ich mich beim Lesen, wie ich es auch oft beim Hören einer guten Predigt gefühlt habe - abgeholt, getröstet und mitgenommen.
Ein Buch, das ich nicht nur gläubigen Katholiken empfehle, sondern allen Menschen, die in diesen Zeit etwas lesen und hören wollen, was abseits vom Lärm und Empörung, von Wut und Hoffnungslosigkeit ist und was Trost und Hoffnung beim Lesen spenden kann, ohne dass es pathetisch oder unglaubwürdig ist.
Als gläubige Katholiken erzogen haben mein Mann und ich uns schon früh entschieden, auch unsere drei Kinder in diesem unseren Glauben zu erziehen. Und - es ist wirklich schwierig, diesen Glauben zu verteidigen, vor sich selbst, vor anderen Menschen und vor dem mittlerweile vorherrschenden Atheismus in meinem Umfeld, aber auch die Abgrenzung zu fundamentalistischen "Christen", die unseren Glauben benutzen und missbrauchen, um ihr eigenes Handeln oder ihre Abgrenzungen zu legitimieren.
Auch die Struktur vor allem "meiner" katholischen Kirche mit ihrer beständigen Weigerung Frauen in den innersten Kreis aufzunehmen und mit den gleichen Rechten wie Männer auszustatten, macht es mir immer wieder schwer, "dabei" zu bleiben.
Dies sind mit die Gründe, warum ich das Buch von Nora Bossong als so wichtig und gut für mich erlebt habe. Sie spricht auch unangenehme Dinge an, sie schreibt Klartext zum Glauben, zu Strukturen und zu Missbrauch, reißt die sehr wichtige Theodizee Frage nicht nur an, sondern stellt sich ihr und setzt ihre Thesen und Gedanken in historischen sowie aktuellen politischen Kontext. Ihre Sprache ist dabei anspruchsvoll, aber passend und ich konnte sie sehr gut lesen und schätzte ihre Ausdrucksweise sehr.
An manchen Stellen fühlte ich mich beim Lesen, wie ich es auch oft beim Hören einer guten Predigt gefühlt habe - abgeholt, getröstet und mitgenommen.
Ein Buch, das ich nicht nur gläubigen Katholiken empfehle, sondern allen Menschen, die in diesen Zeit etwas lesen und hören wollen, was abseits vom Lärm und Empörung, von Wut und Hoffnungslosigkeit ist und was Trost und Hoffnung beim Lesen spenden kann, ohne dass es pathetisch oder unglaubwürdig ist.