Das Schweigen der Vorstadt
Der Klappentext versprach einen intensiven, psychologisch vielschichtigen Thriller, und tatsächlich gelingt es der Autorin, mich direkt mit einem fesselnden Einstieg abzuholen. Die Ausgangssituation – ein scheinbar perfektes Familienleben, das durch das Verschwinden der fünfzehnjährigen Sofia plötzlich ins Wanken gerät – ist packend und bietet enormes Potenzial. Der Schreibstil ist dabei durchweg sehr flüssig und atmosphärisch, sodass man mühelos durch die Seiten fliegt.
Allerdings verlor die Geschichte für mich im Mittelteil deutlich an Tempo. Die Ermittlungen zogen sich über weite Strecken ohne echte neue Erkenntnisse, was die Spannung spürbar ausbremste. Stattdessen kreist vieles um bereits bekannte Vermutungen, ohne dass die Handlung messbar vorankommt.
Die finale Auflösung kommt dann überraschend schnell und wirkt insgesamt etwas zu konstruiert. Obwohl ein enger Verdächtigenkreis durchaus seinen eigenen Reiz haben kann, war mir dieser hier zu klein angelegt. Gleichzeitig versucht der Roman, viele Themen auf begrenztem Raum unterzubringen. Das sorgt gelegentlich für das Gefühl, dass vieles angerissen, aber nicht wirklich ausgeleuchtet wird.
Positiv hervorheben möchte ich jedoch die insgesamt überzeugende Atmosphäre und die gut geschriebenen emotionalen Momente. Die Figuren bleiben interessant, auch wenn nicht alle Handlungsentscheidungen ganz nachvollziehbar erschienen.
Allerdings verlor die Geschichte für mich im Mittelteil deutlich an Tempo. Die Ermittlungen zogen sich über weite Strecken ohne echte neue Erkenntnisse, was die Spannung spürbar ausbremste. Stattdessen kreist vieles um bereits bekannte Vermutungen, ohne dass die Handlung messbar vorankommt.
Die finale Auflösung kommt dann überraschend schnell und wirkt insgesamt etwas zu konstruiert. Obwohl ein enger Verdächtigenkreis durchaus seinen eigenen Reiz haben kann, war mir dieser hier zu klein angelegt. Gleichzeitig versucht der Roman, viele Themen auf begrenztem Raum unterzubringen. Das sorgt gelegentlich für das Gefühl, dass vieles angerissen, aber nicht wirklich ausgeleuchtet wird.
Positiv hervorheben möchte ich jedoch die insgesamt überzeugende Atmosphäre und die gut geschriebenen emotionalen Momente. Die Figuren bleiben interessant, auch wenn nicht alle Handlungsentscheidungen ganz nachvollziehbar erschienen.